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Freitag, 4. Juli 2014

Unheimliche Musik





Nachtwanderung Teil II

Der Ursprung des Geräusches eruptiert von einer entfernt liegenden Quelle, deren Distanz ich nicht ausmachen kann. Mit Sicherheit kann ich nur sagen, aus welcher Richtung es kommt. Würde die Quelle von irgendwo anders als aus der Richtung, auf die ich von Anfang an zusteuere, kommen, hätte ich mir längst meine Kapuze tief ins Gesicht gezogen und versucht, mich unbemerkt davonzuschleichen. So jedoch siegt meine Neugier über mich. Wenn du selbst der Jäger bist, kannst du nicht zum Gejagten werden - mein auf die Schnelle selbst-zusammengeschneidertes Sprichwort spricht mir mehr Mut zu, als mir gut täte.
   Ich muss es wissen; was zum Teufel ist das? Es klingt so fremdartig, fast ein bisschen wie Musik und zugleich doch ganz anders. Keine dämonischen Chöre, kein Instrument, das ich noch nie in meinem Leben gehört habe, einfach nur falsch und weltfremd. So sollte sich keine von Menschenhand geschaffene Musik anhören. Ich versuche mir klarzumachen, dass die verfremdete Wahrnehmung wohl demselben Problem, wie die kurzzeitig schwindende Sicht, zu zuschulden ist und schlurfe mit vor Aufregung weit geöffneten Augen weiter.
   "Ist doch Unsinn", murmele ich, während ich auf mein Ziel zugehe, "das ist ganz normale Musik. Es muss ganz normale Musik sein." Was mache ich mir da überhaupt so einen Kopf drum? Als ich das erste Mal in meinem Leben Jazz gehört habe, kam es mir auch merkwürdig vor. Es war wie nichts, was ich zuvor gehört hatte. Warum sang keiner? Musste der Trompetenspieler nicht schon einen ganz roten Kopf haben, vom vielen Pusten? Warum wollte ich plötzlich tanzen? Die Fragen liegen jetzt schon mehr als 10 Jahre zurück, auf die letzte weiß ich bis heute keine Antwort. Musik kann die verschiedensten Gefühl in einem auslösen. Frohsinn, Trauer, Nostalgie, Wut. Doch diese Musik, ist nicht wie Jazz. Sie ist nicht wie Rock, nicht wie Pop, nicht wie Rap und nicht wie Klassik. Das einzige Gefühl, das sie in mir auslöst ist schieres Unbehagen. Sie zieht mich an, wie eine mit Käse präparierte Falle die Mäuse. Ich spüre, dass ich mich in Gefahr begebe, wenn ich mich ihr nähere und trotzdem bin ich bereit, dieses Risiko einzugehen. Herauszufinden was das alles ist und die Erkenntnis, mir unnötig Angst gemacht zu haben, wäre ausreichend Genugtuung, um ein paar unangenehme Minuten aufzuwiegen.
   Ich hatte es befürchtet. Die Geräusche kommen aus dem Wald. In dieser nächtlichen Schattenlandschaft sticht er wie ein uneingeladener Clown auf einem Kindergeburtstag hervor. Ein gigantisches schwarzes Biest, das sich da aus dem Boden erhebt. Um mich herum ist alles so ein bisschen dunkel, aber im Wald ist es stockfinster. Keine Straßenlaterne erhellt den Weg, kein Mondschein schafft den Weg durch die dichten Blätterkronen. Wer sich da ohne Flutlicht hinein wagt, muss damit rechnen, jederzeit von einem uneingeladenen Clown angesprungen werden zu können und diesmal meine ich das nicht mal sinnbildlich.
   Nennt mich einen Angsthasen, einen Sitzpisser, einen Übertreiber und was euch sonst noch alles einfällt, aber da gehe ich nicht rein. Erst recht nicht, nur um herauszufinden, wo diese dämliche Musik herkommt. Ich habe langsam echt genug davon, was diese Nacht mit meinem Kopf anstellt. Ich bin hergekommen, um mich zu entspannen und nicht, um mir noch mehr unnötige Gedanken zu machen. "Was immer es auch ist, es kann mich mal am Arsch lecken", denke ich genervt und frustriert, während ich in die Straße rechts von mir einbiege und mich vom Geschehen entferne.
   Ich kann es kaum glauben, erst 10 Minuten sind vergangen, seitdem ich mein Haus verlassen habe. Über was wollte ich nochmal nachdenken? Diese blöde Musik hat alles durcheinander geworfen. Hätte ich mich nur für eine andere Richtung entschieden, dann wäre alle anders gelaufen. Ach was solls, jetzt ist es eben passiert, mittlerweile kann ich sowieso keinen Ton mehr hören. Alles ist still, wie es sich für eine Kleinstadt, wie meine, bei Nacht gehört. 
   Noch 3 Blocks, dann kann ich die Abzweigung auf der rechten Straßenseite nehmen und bin da. Da, wo ich alle Sorgen abstreifen und  meine Probleme objektiv unter die Lupe nehmen kann, um eine sinnvolle Lösung zu finden. Da, wo ich mich wohl und geborgen fühle, der Ort der mittlerweile wie ein zweites Zuhause für mich geworden ist. Da, wo ich manchmal gerne den Rest meines Lebens verbringen würde und da, wo ich gerne sterben würde. Es ist eine Sandbank im Ozean, eine warme Höhle im Dschungel, in dem du dich verirrt hast, es ist ein Zufluchtsort. Mein Zufluchtsort.
    Mitten zwischen den fantasielos gestalteten Betonbauten und qualvoll schlecht geparkten Fahrzeugen, sprießt ein zugewuchertes Stück Natur, auf einer Fläche von gut zwei Metern Breite, neben dem Bürgersteig. Völlig fehl am Platze in dieser tristen Vorstadtlandschaft wirkend, ist dieser Abschnitt schon lange zum ungebändigten Wildwuchs verfallen. Als die Stadtführung vor 20 Jahren einen neuen Finanzplan veröffentlichte, war dafür im Budget einfach nichts mehr übrig. Früher befand sich dort mal ein kleiner Parkweg mit allem Drum und Dran, sogar ein kleiner Bach floss dort. Eigentlich ist es falsch, hier von Vergangenheit zu sprechen, schließlich gibt es das alles immer noch, es ist nur in Vergessenheit geraten. Wenn heute jemand dort vorbeigeht, ist es für denjenigen unmöglich zu sagen, ob sich das Gestrüpp fünfzig Zentimeter oder hundert Meter tief zieht. Als Kind habe ich irgendwann mal entdeckt, dass man sich tatsächlich nur durch eine kleine Unkrautwand kämpfen muss, um aufs Parkgelände zu gelangen - wie eine Pforte zu einer magischen Welt. Ich finde es sehr bedauerlich, dass ich mich nicht an mehr erinnern kann, diese Entdeckung würde ich in meinem Lebenslauf als eine der wichtigsten Erlebnisse meines Lebens anführen. 
   Nachdem man sich durch diese magische Pforte durchgekämpft und sich sämtliche Dornen und Kletten aus der Kleidung gezogen hat, sticht als Erstes eins ins Auge.

Fortsetzung folgt...
    

Leute, lasst euch eins gesagt sein: Zwischenspeichern nicht vergessen! Gott sei Dank sind mir nicht Teile der Geschichte verloren gegangen. Stattdessen gab es Probleme mit den neuen Buttons, die ihr oben seht. Naiv vor mich hinsummend, hab ich den ersten Button entworfen und das fertige Bild abgespeichert. Jetzt muss ich nur noch den Schriftzug von letzter auf nächster ändern und dann... Moment mal, wieso... Wieso geht das denn nicht? Nun, das liegt daran, dass ich den Button vorschnell als fertiges Bild abgespeichert habe. Wenn man so etwas mit einem Grafik-Programm gestaltet, dann benutzt man verschiedene Ebenen: Eine für die rechteckige Form, eine für den Farbverlauf, eine für den Schriftzug und so weiter und sofort. Bevor man das Bild nun beendet, führt man alle Eben zusammen und speichert es ab. So bald diese Ebenen zusammengeführt sind, kann man die einzelnen Bestandteile nicht mehr bearbeiten. Wenn ich dann versuche den Schriftzug wegzuradieren, um einen neuen reinzuschreiben, dann wird auch der Button im Hintergrund, auf dem sich der Schriftzug befindet, gelöscht. Kurz gesagt: Ich konnte den zweiten Button nicht kopieren, sondern musste ihn nach Augenmaß nachmachen. Und das ist mir alles andere als perfekt gelungen. Nicht so schlimm, dass ich es nicht benutzen würde, aber eben nicht deckungsgleich. Ich hoffe, ihr werdet damit leben können.

Ach und wenn ihr denkt: "Das sind aber tolle Knöpfe, du musst ja echt Talent haben", dann solltet ihr euer Kompliment schneller zurückziehen, als ein Affe Bananen schälen können, denn ich habe das buchstäblich von Tutorials gelernt, die 10-Jährige auf Youtube hochgeladen haben. Vieles ist wirklich total einfach und kann Wunder bewirken. Wenn ihr also gerade nichts zu tun habt, schaut doch mal in die Fotobearbeitung rein, zum Beispiel mit Gratis-Programmen wie Gimp. Soetwas lernt man fürs Leben. Und sei es auch nur, weil man gerade unbedingt die Pickel auf einem Foto verschwinden lassen muss.

Ich wünsche euch allen noch viel Spaß, eine erlebnisreiche Woche und eine knusprige Bratapfel-Pizza.

Schöne Schlussworte: "Persönlich bin ich immer bereit zu lernen, obwohl ich nicht immer belehrt werden möchte." - Winston Churchill

Montag, 2. Juni 2014

Das Geheimnis der Elitetruppe

Aloha.

Wie gehts, wie stehts? Von mir aus könnt ihr mir auch erzählen, wie es liegt, das liegt ganz bei euch. Wie in letzter Zeit schon häufiger, habe ich noch ein bisschen was nachzuholen. Darum ist heute Verschwörungstheorie-Dienstag dran, auch wenn eigentlich Montag ist.

Falls ihr irgendwann genug von einem bestimmten Tag haben solltet, sagt mir ruhig Bescheid. Nicht alles ist für die Ewigkeit gemacht. Uns fällt bestimmt noch was Neues ein, wenn es uns mit der momentaren Zusammenstellung je zu langweilig werden sollte.

Noch ist es aber ganz gut auszuhalten, also geht es jetzt los mit dem Verschwörungstheorie-Dienstag.

Verschwörungstheorie Nummer 1:

http://de.wikipedia.org/wiki/Saatzucht

In Zuchtgärten pflanzt man normalerweise nur langweiliges Grünzeug. Nicht so in dem aus unsere Verschwörungstheorie. Da wird etwas ganz anderes gezüchtet...

eine http://de.wikipedia.org/wiki/Elitetruppe.

Um mit den französischen Titicaca-Frosch-Soldaten, die ich euch letztes Mal  vorgestellt habe, mithalten zu können, brauchen wir eine Geheimwaffe. Eine geheime Elitetruppe, die im Zuchthaus ausgebildet wird. Nein, nein, nicht so ein Zuchthaus, eins mit Pflanzen! Was ist das denn in letzter Zeit mit diesen ständigen Verwechslungen? Und warum wird diese Elitetruppe in so einem Zuchtgarten ausgebildet? Nun, wie wir alle wissen, sind autonom-vegetarisch lebende Soldaten in jeder Hinsicht besser als stinknormale Soldaten, gar keine Frage. Aber da ist noch was. Etwas, dass sie nur in diesen besonderen Gewächshäuern lernen können...

... Kampfvorteile nutzen durch http://de.wikipedia.org/wiki/Extrazelluläre Matrix.

Wie, ihr habt noch nie etwas davon gehört? Ist ja auch kein Wunder oder habt ihr schon mal für mehrere Monate in einer Saatzucht gelebt? Wenn doch, dann solltet ihr eigentlich wissen, was das Geheimnis ist. Sagt aber bloß nichts! Niemand darf jemals erfahren, wie unsere Elitetruppe so stark geworden ist. Die Franzosen würden nicht lange auf sich warten lassen und ebenfalls mit weiteren mysteriösen Trainingstechniken aufwarten. Und eins könnt ihr mir glauben: Wir wollen kein Wettrüsten mit den Titicaca-Frosch-Soldaten.

Verschwörungstheorie Nummer 2: 

Jetzt kommt etwas, das garantiert schonmal in eurer Straße passiert ist. Vielleicht war es sogar euer Nachbar, der die besonderen Eigenschaften dieses Dings für sich entdeckt hat. Die Rede ist natürlich von diesem Ding hier:

... der http://de.wikipedia.org/wiki/Schiffsglocke. Die Schiffsglocke wird unter anderem benutzt, um im Halbstundentakt die Zeit anzusagen, vor allem aber ist sie dazu da, um Warnsignale bei schlechter Sicht zu geben. Es wäre doch absurd dieses Potential nur in der Schiffsfahrt zu verwenden. Schlechte Sicht hat euer Nachbar schließlich auch immer, wenn er seine Brille nicht finden kann. Bevor er seine Schiffsglocke hatte, ist es mehrfach vorgekommen, dass seine Frau ihn, nachdem sie von der Arbeit kam, bewusstlos vorgefunden hat, weil er gegen ein....

...http://de.wikipedia.org/wiki/Scimitar (Waffe) gelaufen war. Das klingt wirklich schmerzhaft. Was für ein Glück, dass ihr so einen robusten Nachbarn habt. Ich würde übrigens lieber mal ein Auge auf ihn werfen, denn, ich weiß nicht, ob ihr es wusstet, aber es ist nicht ganz normal ein Scimitar im Haushalt zu haben. Jedenfalls hat sich euer Nachbar jetzt angewöhnt, die Schiffsglocke zu läuten, wenn er halbblind ohne Brille durch seine Wohnung läuft.

Euer Nachbar ist übrigens Gandhi.

Sobald der Glockenschlag ertönt, verstecken sich sofort alle Scimitare in Hörweite und niemand kommt zu Schaden. Wenn ihr also das nächste mal einen mysteriösen Glockenton in eurer Nachbarschaft hört, dann wisst ihr, was los ist.


So, das wars dann für heute mit verrückten Theorien. Wenn ich dieses Mal keinen Preis für schlechte Photoshops bekomme, dann weiß ich auch nicht. Verdient hätte ich ihn allemal.

Ich wünsche euch allen noch viel Spaß, denkt an die vielen weisen Worte Gandhis und genehmigt euch doch ein bisschen Bratapfel-Püree.

Schöne Schlussworte: "Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier." - Mathma Gandhi 

Montag, 26. Mai 2014

Wer die Blume nicht ehrt, ist das Orchester nicht wert

Guten Abend, ihr Sonnenuntergangsbetrachter.

Manchmal ist meine Disziplin wirklich für den Arsch. Jeden Tag nehme ich mir vor, endlich wieder einen Beitrag zu schreiben. Oder zwei oder drei. Weil ich soviel nachzuholen habe. Dann rufe ich den Blog auf, drücke auf neuen Post, schreibe den ersten Satz.
Dann rufe ich den Blog auf, drücke auf neuen Post, schreibe den ersten Satz. Und dann lasse ich mich ablenken, öffne einen neuen Tab und widme mich einem von den größten Zeitfressern, wie etwa Youtube, Twitch oder Reddit. Dann bin ich vielleicht für eine Stunde abgelenkt und komme schließlich zum Blog zurück. Dann schreibe ich ungefähr 3 Zeilen und lasse mich wieder ablenken. Das wiederholt sich dann solange, bis ich beschließe, dass es zu spät für mich geworden ist, um noch etwas Gescheites zu schreiben und ich schlafen gehe. So lief das die letzten Tage und Wochen ab.
Aber so soll es nicht laufen. Ich muss meine verdammten Arschbacken zusammenkneifen und endlich das tun, was ich will und nicht das, was einfacher ist. Hat vielleicht einer von euch einen Tipp, wie man disziplinierter arbeiten kann?

Jetzt kommt der Verschwörungstheorie-Dienstag von letzter Woche, dann der Story-Samstag. Und dann Montag, Dienstag, Donnerstag und Samstag von dieser Woche. Das alles hoffentlich bis Sonntag, damit es dann endlich wieder normal weiter gehen kann. Gott, das kann doch wirklich nicht so schwierig sein oder? In Ghana habe ich das immer geschafft und da hatte ich deutlich weniger Zeit dafür als jetzt.

So, wenn das nicht meine letzte indirekte Entschuldigung, beziehungsweise Begründung für verspätete Beiträge ist, dann fress ich einen Besen. Oder ein Brot mit Käse, Wurst und Nutella drauf. Auch nicht gerade leckerer, aber wenigstens machbar für die Verdauung. Jetzt machen wir aber mal einen Strich unter die Rechnung und legen los.

Heute ist Verschwörungstheorie-Dienstag. Eine alte Verschwörungstheorie besagt, dass man hier nachsehen kann, was das bedeutet.

Letztes Mal habe ich euch drei Möglichkeiten vorgestellt, wie wir den Verschwörungstheorie-Dienstag gestalten können. Normalerweise nehmen wir Möglichkeit 3, letztes Mal haben Möglichkeit 1 probiert, also gehen wir jetzt zur zweiten Methode. Wenn kein weiteres Kommentar von euch eintreffen sollte, werde ich auf Wunsch eines Lesers wieder zu Methode 3 zurückkehren.

Wie immer zwei Verschwörungstheorien und die eins kommt vor der zwei, also legen wir jetzt mit Verschwörungstheorie Nummer eins los.

Verschwörungstheorie Nummer 1

Es war einmal vor langer Zeit, ein außerordentlich kleiner...

http://de.wikipedia.org/wiki/Ches Themann
  
Immer sagten alle zu diesem Ches Themann, er sei viel zu klein, um ein Opernregisseur zu werden. Niemand würde ihn erst nehmen. Alle würden durcheinander spielen, was er auch tue. Ches Themann war zwar außerordentlich klein, sein Ehrgeiz war dafür aber umso größer. Und so schaffte er es tatsächlich eine Opern-Truppe auf die Beine zu stellen. Doch wie ihm alle prophezeit hatten, spielten alle durcheinander. Wie sollte er sich nur ausreichend Respekt verschaffen? Er musste eine Ansprechperson finden. Jemand, der sie alle zur Vernunft bringen konnte. Die beste Musikerin und die zugleich ruhigste Person in diesem Orchester war...

die http://de.wikipedia.org/wiki/Gelbe_Gauklerblume.

Die Legenden besagen, diese Gauklerblume war das größte Talent, das die Welt je gesehen hatte. 


Man kann ihr das Talent förmlich ansehen!

Die Gauklerblume musste schon so einige nervtötende Könige besingen, auf Jahrmärkten für Entzückung sorgen und hin und wieder auch das eine oder andere Ständchen für eine tobende Kindermenge bringen. Und bei all dem noch Ruhe bewahren. Das gehört zum Gauklerleben eben dazu.
Die gelbe Gauklerblume zeigte sich also einverstande, ihr Wissen einzusetzen, um dem kleinen Ches Themann das Orchester zu formen, das er verdient hat. Unter einer Bedingung. Sie wollte etwas als Gegenleistung. Etwas, das jede gelbe Gauklerblume begehrt...

http://de.wikipedia.org/wiki/SG Oftersheim 

Ein Mitglied der SG Oftersheim werden, das ist der Traum einer jeden gelben Gauklerblume. Um zu erklären, wie Herr Themann ihr das ermöglichen konnte, bedarf es aber einer ganz anderen Verschwörungstheorie. Wir haben es also nur geschafft, die Hälfte des Geheimnisses um des winzigen Herr Themanns Erfolg aufzudecken. Vielleicht sehen wir den Guten ja mal wieder, dann können wir ihn nach dem Rest seiner Geschichte fragen.

Verschwörungstheorie Nummer 2

http://de.wikipedia.org/wiki/Militärischer_Verdienstorden_Frankreich 

Dieser Orden wird nicht vielen verliehen. Und normalerweise ist das auch keine große Sache. Eine alte Theorie sagt jedoch, dass ein besonderes geheimes Exemplar dieser Orden verliehen wurde. Lange hat man versucht, zu verhindern, dass jemals jemand davon Wind bekommt, doch jetzt erfahrt ihr es von mir, wer diesen geheimen Superorden bekommen und hat und wie er oder sie ihn sich verdient hat….


Der http://de.wikipedia.org/wiki/Titicaca-Riesenfrosch 


Ich kann euch beruhigen, der ordinär klingende Name dieses Frosches hat nichts mit dem Verdienst des Ordens zu tun. Wenn ich ehrlich sein soll, will ich gar nicht wissen, was man tun muss, um einen Titicaca-Orden zu bekommen. Und die Armee wäre wohl die letzte Instanz, die solch einen Orden verleihen würde. Zumindest die Armee, die ich kenne. Nein, unser lieber Titicaca-Frosch hat seinen Orden natürlich durch…

http://de.wikipedia.org/wiki/Reitweise

Seine eigens entwickelte Reitweise verdient. Auf Pferden, versteht sich. Ich habe ja schon gesagt, dass der Name Titicaca nichts damit zu tun hat. Der Titicaca-Frosch ritt auf seinem Pferd, in dem er sich mit der Zunge an dessen Nacken festhielt, angespannt auf dem Pferd liegend und die Beine in die Luft gereckt. Und wie ihr wisst, machen es alle französischen Soldaten noch heute so. 
Wenn das mal nicht Beweis genug ist!
Ihre Gegner durften natürlich nicht erfahren, dass sie sich diese Taktik von einem Frosch abgeguckt hatten, darum musste es geheim gehalten werden. Dank mir ist diese Verschwörungstheorie jetzt wieder in aller Munde, auch wenn ich mir damit wohl ein paar Feinde unter den Franzosen gemacht habe. Aber wie schlimm kann das schon werden? Ein Baguette auf die Nase zu kriegen tut ja nicht allzu weh.



Ich schwöre, in all den heutigen Verschwörungstheorien steckt ein Fünkchen Wahrheit. Es ist nur gut versteckt. Sehr gut. Ich wünsche euch noch einen schönen Abend, eine gute gereifte Bratapfel-Lasagne und viel Spaß.

Schöne Schlussworte: "Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!" - Max Frisch

Anmerkung: Uuuuuuund ich habe es schon wieder getan. Am Dienstag habe ich angefangen den Post zu schreiben und gegen Samstag war ich dann erst fertig. Und dann habe ich noch ein bisschen nach Copyright-Rechten gegoogelt, habe mich ein bisschen in ein Gratis-Fotobearbeitungsprogramm eingearbeitet, nur um euch dieses unglaublich gute, hochwertige Bild von dem Titicaca-Reit-Soldaten präsentieren zu können. Und dann war auch schon Montag. Naja, immerhin weiß ich es jetzt für die Zukunft einigermaßen, wie sowas geht. Euch aber deswegen noch länger warten zu lassen, das war es wohl nicht wert. 
Also dann, eine neue Woche; ein neuer Versuch. Wollen wir doch mal sehen, ob wir es nicht diesmal schaffen, alles von RW-Montag bis Story-Samstag in einer Woche unterzubringen. 

Sonntag, 18. Mai 2014

Scheinbar ohne Punkt und Komma

Bonjours, mesdames et messieurs.

Ich glaube, lange werde ich es nicht mehr durchhalten, neue Begrüßungsformeln zu finden. Schade, ich fand es eigentlich ganz lustig und hätte erwartet, dass mir deutlich mehr einfällt. Na, sehen wir mal, wie es darum in einer Woche stehen wird.

Heute, ist RW-Montag dran. Und Überraschung, Überraschung, alles andere als einem Montag. Besser spät als nie oder?

Wer vom weltbekannten RW-Montag noch nie etwas gehört hat, der kann das hier nachschlagen. Und jeder der ihn schon kennt, gibt am besten jetzt gleich einen Kommentar ab, bevor ihr es am Ende noch vergesst. Natürlich nur, wenn ihr wollt.

Dann mal ran an den Speck. Keine Kommentare da, heute, also Zufallsgenerator anschmeißen. Der liefert zwar meistens etwas andere Wörter, als ihr vorschlagen würdet, aber das muss ja nicht unbedingt schlecht sein.

Golfspielerinnen, summieren, scheinbar.

Golfspielerinnen summieren sich scheinbar nicht. Scheinbar gehen diesem Hobby, nach wie vor, mehr Männer als Frauen nach. Golfspielerinnen sind jedoch scheinbar besser im Summieren als Frauen mit anderen Hobbys, müssen sie doch immer durch Kopfrechnen ermitteln, wie gut sie sich auf dem Kurs schlagen. Scheinbar schon alles über Golfspielerinnen und co. fertig summiert, also geht es jetzt in die Einzelanalyse.

Golfspielerinnen. Es wundert mich tatsächlich, warum Frauen scheinbar seltener in dem Sport vertreten sind als Männer. An den Voraussetzungen kann es nicht liegen. Für einen kräftigen Schwung braucht man nicht unbedingt Bodybuilder-Muskeln und Ruhe und Präzision haben Frauen ja schon lange, vor allem wenn sie Kinder haben. Dann muss es wohl am Interesse liegen. Männern ist es ja in die Wege gelegt, dass sie gerne einlochen. Und fluchen. Das kann man wohl zu den Hauptbestandteilen des Golfens hinzuzählen. Viel kann ich zu dem Thema leider nicht sagen, mit Golfspielern und Golfspielerinnen habe ich in meinem ganzen Leben noch nichts zu tun gehabt. Selbst mag ich es auch nicht so besonders. Wenn überhaupt, Minigolf.

Summieren. Eine der wenigen Sachen aus dem Matheunterricht, die man nicht vergessen sollte. Eigentlich sollte man ja am besten gar nichts davon vergessen, aber auf das eine Mal, wenn wir Pythagoras im richtigen Leben brauchen, kommen Zigmillionen Situationen, in denen wir summieren müssen. Ja sogar abseits der Mathematik hat sich das Sprichwort, man müsse eins und eins zusammenzählen, durchgesetzt. Plusrechnen ist sowas Alltägliches, das ich nicht mal ein gutes Beispiel nennen kann. Manches Summieren ist ja nicht mal freiwillig. Manche Menschen summieren Schulden oder Gewicht, obwohl sie das überhaupt nicht vorhatten. Das ist doch dämlich. Wir sollten summieren einfach abschaffen, meint ihr nicht auch?

Scheinbar. Scheinbar ist eng verwandt mit den Vorurteilen, die wir erst kürzlich bei einem der RW-Montage behandelt hatten. Wenn man etwas als scheinbar bezeichnet, zieht man oft Schlüsse, wo man keine Schlüsse ziehen sollte. Nehmen wir als Beispiel mal die Schule. Wenn der Lehrer merkt, dass ein Schüler, der dafür bekannt ist, in Mathe immer eine 5 zu schreiben, jetzt plötzlich bei der Arbeit eine 1 raushaut, dann hat er scheinbar geschummelt. Das kann dem Schüler einige mühselige und unangenehme Gespräche einbringen, obwohl er tatsächlich diesmal viel dafür gelernt hat und es verdient hat.
Man kann dieses scheinbar aber auch zu seinem Vorteil nutzen. Viele Lehrer stellen Fortschritt über Leistung. Vor allem im Sportunterricht und in Kunst, da dort die Benotung oft nicht durch einen schriftlichen Test erfolgen kann. Nehmen wir als fiktives Beispiel mal den Dauerlauf. Jemand, der am Anfang des Jahres 3 Minuten durchgehalten hat und sich dann nach und nach auf 10 Minuten steigert, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit gleich oder sogar besser benotet, als jemand der von Anfang an 12 Minuten durchgehalten hat und sich auch nicht gesteigert hat. Viele von euch werden jetzt sagen, das ist nicht fair und das macht auch nicht jeder Lehrer so. Damit habt ihr auch Recht, aber stellt euch doch mal die Situation des Lehrers vor. Er wird vermutlich ungeheuer stolz sein, dass seine Couch-Potato sich jetzt doch zum Gelegenheitssportler gemausert hat. Und wahrscheinlich sieht er sich als wesentlichen Bestandteil für die Entwicklung des Schülers. Das Gefühl, bei den Schülern etwas erreicht zu haben, ist eines der höchsten Gefühle für den Mentor und dieses Gefühl will er zurückgeben, in dem er den Schüler mit einer guten Note belohnt. Was kann man dem Lehrer denn für einen Vorwurf machen, wenn er Manches deshalb doch eher subjektiv, als objektiv bewertet? So ticken normale Menschen eben. Lehrer sind keine Roboter, auch wenn das in manchen Fällen wünschenswert wäre.
Nachdem ihr dieses Merkmal des menschlichen Verstandes durchschaut habt, könnt ihr es schließlich zu eurem Vorteil nutzen. Wenn ihr das erste Mal auf euren neuen Lehrer, Chef oder sonstiges trefft, gebt einfach nicht 100 %. Lauft ein bisschen langsamer, zeichnet ein bisschen krakeliger, als ihr es eigentlich könntet. Lasst Platz nach oben, den ihr mit Leichtigkeit erklimmen könnt. Anzumerken ist, dass das doch ein wenig unmoralisch ist und euch eure Klassenkameraden sehr wahrscheinlich hassen werden, sobald sie euren Plan durchschauen. Außerdem gebe ich keine Gewähr, dass das alles 100 % der Wahrheit entspricht. Die Theorie enstpringt meinen persönlichen Erfahrungen, Versuchen auf eigene Gefahr.

Zuerst einmal Entschuldigung, an alle, die die Schulzeit schon lange hinter sich haben und sich nicht im Entferntesten für diese Verschwörungstheorie interessieren. Mehr ist es nämlich auch nicht. Meine eigene kleine (ernstgemeinte) Verschwörungstheorie. Wenn man sich irgendwann mal länger über sowas Gedanken gemacht hat, will man es dann leider auch loswerden, ob es nun richtig ist oder nicht.

Herzlichen Glückwunsch, dass ihr es bis hier unten geschafft habt, ich wünsche euch noch viel Spaß  und einen Bratapfel-Smoothie mit Schirmchen.

Schöne Schlussworte: "Das Gewissen ist die Wunde, die nie heilt und an der keiner stirbt." - Friedrich Hebbel

Donnerstag, 15. Mai 2014

Songtext mal anders

Ahoi, Matrosen.

Ich hätte das Sommerwetter nicht so preisen dürfen. Es kam, wie es kommen musste. Regen, Regen, Regen. Jeden Tag. Ich schätze, jetzt müssen wir uns alle neue Regenschirme kaufen und die Pflanzen nach draußen stellen, dann scheint bestimmt wieder die Sonne.

Letzes Mal hat ein Leser oder eine Leserin ein Kommentar mit dem Songtext von Küssen kann man nicht alleine von Max Raabe hinterlassen, mit der Anmerkung, dass sich doch ein paar interessante Worte in diesen Lyrics verstecken. Der Meinung bin ich auch, nur was man mit diesen Worten denn nun machen soll/kann ist nicht ganz aus dem Kommentar hervorgegangen. 

Da jetzt Story-Samstag dran ist, schlussfolgere ich, wir machen eine Geschichte draus. Bin ich nicht ein Meisterdetektiv? Ich bin allerdings nicht gerade geübt im Umgang mit romantischen Geschichten, also ersetzen wir jedes küssen durch wippen und geben dem Ganzen einen etwas anderen Hintergrund.

Der Name Story-Samstag erklärt sich zwar eigentlich schon von selbst, wenn ihr aber trotzdem nochmal nachgucken wollt, worum es geht, dann könnt ihr das hier tun.

Wippen kann man nicht alleine

Links. Rechts. Nordnordost. Wohin er auch blickte, es war keine Menschenseele in Sicht. Er war völlig allein auf dieser Welt. Nicht, dass ihm das irgendetwas ausgemacht hätte.
  "Ich brauche niemanden. Nein, nein, niemanden." 
Er legte eine kurze Denkpause ein, schaute sich nochmal um und verfiel dann in manisches Gelächter: "Hihihi, Nie-Man-Den", in solchen Momenten der Klarheit mochte er es, Wörter in die Länge zu ziehen.
  "Ich kann gegen mich selbst Schach spielen und ich gewinne immer. Im-Mer, hihihi. Und ich kann alles für mich allein haben und muss niemals teilen", murmelte er mit plötzlich ernster werdender Miene. "Mama hat immer gesagt, das wäre unmoralisch und falsch." Mit dem letzten seiner Worte begannen sich seine Mundwinkel wieder nach oben zu schieben. "Aber Mama ist nicht mehr da. Niemand ist mehr da, hihihi."
  In all der Zeit, die er allein mit sich verbracht hat, konnte er sich eine Vielzahl von Dingen beibringen, zu der man normalerweise mehrere Personen gebraucht hätte. Er hat gelernt, alleine einen Tauzieh-Wettbewerb zu veranstalten, er kann gleichzeitig Wasser-Ski fahren und das Boot manövrieren und er hat eigenhändig alle Rekorde im Staffellauf gebrochen.
  "Gott ist das frustrierend!", brüllte er, seine ruhige Fassade durchbrechend. "Was nützt mir all das? Es wird nie wieder so sein wie früher." Seine Stimme erstickte in Tränen der Wut und Verzweiflung.
  Es war eine der wenigen Erinnerungen, die ihm geblieben sind. Dieser Tag. Das Wetter war so unglaublich schön, die Vögel zwitscherten die wunderbarsten Melodien, die er je in seinem Leben gehört hatte. Seine Mutter hatte sich freigenommen, um mit ihm zum Spielplatz zu gehen. Auf dem Weg dahin hatte er einen Dollar gefunden und seine Mutter hatte gesagt, er dürfe ihn ausgeben für was er wolle. Und dann gingen sie gemeinsam zur Wippe. Stundenlang probierten sie aus, wer wo sitzen musste, damit sie gleich viel wogen. Und jedes Mal wenn einer von ihnen runterfiel, konnte er sich vor Lachen kaum halten. Es war der schönste Tag seines Lebens.
  Mit leerem Blick starrte er gegen die Wand: "Wippen. Wippen kann man nicht alleine. Dazu braucht man einen anderen Menschen", entrann es seiner heiseren Kehle.
  Plötzlich hörte er Schritte. Er erstarrte zu Stein und versuchte sich keine Angst anmerken zu lassen. 
  "Auf geht's Männer", sie sprachen seine Sprache, "holt ihn für ein Weilchen aus seiner Gummizelle raus. Aber lasst die Zwangsjacke an."
  Nachdem der Patient seine tägliche Frischluft-Pause hinter sich hatte und wieder in seiner Zelle saß, konnte der Praktikant seine Neugier nicht länger an sich halten: "Was ist denn mit dem Mann?"
  Der Oberarzt grunzte leicht, ehe er sich dem Praktikanten  zuwandte. Es war nicht das erste Mal, dass er diese Geschichte erzählen musste. "Armer Kerl. Sitzt die ganze Zeit in seiner Ecke und fantasiert. Immer wenn wir ihn rauslassen, ist sein einziger Wunsch, zu wippen. Das können wir natürlich nicht bewerkstelligen, aber wir versuchen trotzdem immer, es ihm so angenehm wie möglich zu machen. Eigentlich aber sinnlos. Kaum sitzt der Mann für zehn Minuten in seiner Zelle, hat er wieder alles vergessen. Harte Vergangenheit, sage ich dir. Wenn ich mal für ein paar Stunden Zeit habe, erzähle ich dir die Geschichte."


So, das war der zweite Story-Samstag. Ich habe euch ja vorgewarnt, dass es nicht allzu romantisch wird. Aber sehr interessantes Thema. Postet gern noch mehr Songtexte und ich werde sehen, was ich daraus machen kann. Oder irgendetwas anderes.


Ich wünsche euch noch viel Spaß, ein deftiges Bratapfel-Gratin und weniger Regen. Es sei denn, ihr mögt das. Dann mehr Regen.

Schöne Schlussworte: "Die Zeit mag Wunden heilen, aber sie ist eine miserable Kosmetikerin." - Mark Twain

Freitag, 9. Mai 2014

Ähh, hmm, tja...schönes Wetter haben wir, oder?

Auf ein Wort, Brüder und Schwestern!

Formidabel, dass wir uns abermals (mal wieder) an dieser Zusammenkunft delektieren (erfreuen) können.

Wer wissen will, worum es hier geht, der kann diese Erläuterung hier in Augenschein nehmen.

Was ist nicht schon wieder für eine Zeit ins Land gegangen? Just an diesem Tag ergibt es sich nun, endlich wieder Klugscheißer-Donnerstag. Neuer Wortmüll (das Wort steht tatsächlich so im Duden, sehr cool) sorgt für mehr Wissen und mehr Wissen sorgt für ein besseres Selbstwertgefühl und ein besseres Selbstwertgefühl sorgt für Hybris (Arroganz) und Arroganz sorgt für Überheblichkeit und Überheblichkeit sorgt für Unvorsichtigkeit und Unvorsichtigkeit sorgt für Unfälle und Unfälle sorgen dafür, dass ihr mich verklagen werdet. Ach du sakrales (heiliges) Exkrement (ihr wisst schon, welches)! Zum Glück ist da aber ein kleiner Makel (Fehler) in der Rechnung. Inwiefern ein besseres Selbstwertgefühl zu Arroganz führt, ist natürlich bei jedem Menschen unterschiedlich. Manch einer bleibt unprätentiös (bescheiden), wenn er einem Menschen das Leben gerettet hat und ein anderer hält sich für das größte, das die Welt je gesehen hat, weil er seinen Hamburger 3 Sekunden schneller essen kann als du.

Ich baue einfach mal darauf, dass keiner von euch so arrogant ist und mich dafür belangen (verklagen) will. Ihr seid doch gentile (nette und liebenswürdige) Menschen, ihr macht das schon nicht.

Langsam potenziert (steigert) sich die Temperatur von lind (angenehm mild) zu richtig warm, der Sommer (der hat leider kein Synonym, wir müssten uns mal selbst eins ausdenken) steht vor der Tür. Längliche fleischige Dinge werden auf Eisengitter gelegt, um verzehrt zu werden; die Stoffumhüllungen, die der Menschen zu tragen pflegt, nehmen in ihrem Umfang ab; die Kosten zur Erwärmung des Hauses tendieren zu fallen und viele zeigen sich euphorisch ob (wegen) des ersten Schwimmbadbesuches. Welch eine schöne Zeit uns doch entgegenkommt.

Da sieht mans mal, auch wenn man kluge Worte benutzt - wenn man nicht weiß, über was man reden soll, landet man irgendwann beim Wetter. Ich hoffe ihr habt heute etwas gelernt, ich wünsche euch noch viel Spaß, esst eine signifikante Anzahl von Bratäpfeln und genießt das schöne Wetter.

Schöne Schlussworte: "Sonnenschein ist köstlich, Regen erfrischend, Wind fordert heraus, Schnee macht fröhlich; im Grunde gibt es kein schlechtes Wetter, nur verschiedene Arten von gutem Wetter. " - John Ruskin

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Dienstag, 29. April 2014

Macht das überhaupt Sinn?

Servus, Kameraden.

Verschwörungstheorie-Dienstag ist angesagt. Dann mal los. Hier könnt ihr wie immer nachlesen, worum es geht.

Davor brauche ich dann aber doch nochmal kurz ein wenig Feedback von euch. Um euch die brutale Wahrheit direkt ins Gesicht zu schmettern: Ich schummele ein bisschen beim Verschwörungstheorie-Dienstag. Ich nehme nämlich nicht jede Seite, den der Zufalls-Button mir vorschlägt. In 50 % der Fälle kommt etwa ein Himmelskörper, namentlich nur durch Zeichenfolgen wie x17-Ra bekannt; ein chemikalische Verbindung, das selbe Problem mit dem Namen; oder eine kleine Stadt, von der ich noch nie etwas gehört habe. Wenn der Himmelskörper Froschplanet Alpha, die Verbindung Lachgas-Metan-Säure und die Stadt Höllenpforte an der Himmelswiese heißen würde, könnte man damit natürlich etwas machen, aber mit R3-76, H³S²O und Groß-Reiding lassen sich einfach keine guten Verschwörunstheorien entwickeln. Nun habe ich es aber in letzter Zeit etwas übertrieben und teilweise über 20 mal auf den Knopf gedrückt, bis ich etwas gefunden habe, aus dem man, meiner Meinung nach, etwas Gutes machen kann. Jetzt habe ich drei Möglichkeiten für euch:

Nummer 1: Ich nehme jedes Ergebnis ohne Kompromiss.
Nummer 2: Ich benutze die Funktion 3-5 Mal und nehme mir das beste Ergebnis daraus.
Nummer 3: Ich mache es wie bisher und suche solang, bis ich etwas finde, das mir gefällt. Der Zufallsfaktor verringert sich dabei dann natürlich um einiges, aber es kommt auf jeden Fall nichts Langweiliges.

Möglichkeit 3 habt ihr schon oft genug gesehen, darum werde ich heute Möglichkeit 1 benutzen und nächste Woche dann die zweite. Dann könnt ihr entscheiden, was ihr lieber habt.

Verschwörungstheorie Nummer 1:

http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Bremer

Admiral der deutschen Marine. Wenn wir ihn auf unserer Seite haben, dann verlieren wir niemals eine Seeschlacht. Aber gegen wen kämpfen wir denn überhaupt? Natürlich gegen...

die http://de.wikipedia.org/wiki/Sprachverarbeitung der Medizin. Diese Trottel versuchen uns vorzuschreiben, wie wir zu sprechen haben, arrrrhh! Und wenn wir nicht in deren Musterrrr passen, wollen sie uns behandeln und umpolen, arrrh! Aus euren Kajüten und bereit machen zum Kämpfen, Männerrrr. Zum Glück haben wir tatkräftige Unterstützung, um diese Landratten das Fürchten zu lehren. Mit an Bord ist...

http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp II. (Savoyen) 
So sieht ein richtiger Seemann aus!



Sein Beiname war Ohneland, aber wen interessiert das schon, immerhin hat er Vielmeer, arrrhahaha. Diese Sprach-Pfuscherrrr werden unserem Bündnis nichts entgegen bringen können, arrrrgh!


Verschwörungstheorie Nummer 2:

http://de.wikipedia.org/wiki/Feuertal-Höhlensystem

Das ist doch schon nah dran an der Höllenpforte an der Himmelswiese. Auf 1.500 Metern Höhe befindet sich die ewig brennende Höhle des Feuergottes Hephaistos, extrem gefährlich und nur die Besten der Besten schaffen es durch diese Höhle, um an deren Ende den sagenumwobenen Schatz zu finden. In euren kühnsten Träumen hättet ihr euch nicht vorstellen können, was das für ein Schatz ist, es ist... 

http://de.wikipedia.org/wiki/Annette Wehrmann

Nein, nein, das kann ja nicht sein. Ich habe wohl etwas durcheinander gebracht, die deutsche Künstlerin ist natürlich die letzte Wächterin, die man besiegen muss, um an den Schatz zu gelangen. Anhand der Namen ihrer Werke und Ausstellungen wie Gehirn und Geld, UFOrama und einem sowjetischen Militärwachturm, als Spiegelpavillon getarnt, könnt ihr euch schon ausrechnen, dass das absolut kein leichtes Unterfangen wird. Doch solltet ihr auch das schaffen, erwartet euch der tatsächliche Schatz...

http://de.wikipedia.org/wiki/José Cavaquinho

Ein persönlicher Musiker, der nur zu eurem Ergötzen Flöte, Gitarre und Cavaquinho, dem Instrument, nach dem er benannt ist, spielt. Na, das hat sich doch gelohnt, was?


So, da habt ihr es. Das war diesmal absoluter Zufall. Mit Ach und Krach habe ich es hingekriegt, das alles noch einigermaßen Sinn macht, leicht war das aber nicht! Was ist euer erster Eindruck? Tendiert ihr eher zur heutigen Variante 1 oder zur üblichen Variante 3? Sagt mir eure Meinung!

Ich wünsche euch noch viel Spaß, den ein oder anderen Bratapfel und nicht zu viel Ärger mit der Marine, wenn ihr versucht, ihnen Hochdeutsch beizubringen.

Schöne Schlussworte: "Die Sprache ist die Kleidung der Gedanken." - Samuel Johnson

Montag, 28. April 2014

Jetzt wird sogar montags schon schlau dahergeredet

Moin, Bratäpfel und Bratäpfelinen.

Tut mir leid, dass ich schon wieder eine halbe Woche übersprungen habe, ich habe jetzt ein bisschen mehr Motivation getankt und werde mich jetzt verdammt nochmal zusammenreißen.

Die Wie kann ich helfen? Seite oben ist jetzt auch fertig, jetzt muss ich nur noch Verschwörungstheorie-Dienstag und Story-Samstag genauer erläutern, dann mache ich mich an weitere Veränderungen, die ich für den Blog geplant habe.

So, jetzt möchte ich euch noch kurz eine Frage stellen. Wenn ich nochmals (aus welchen Gründen auch immer) verpassen sollte, an einem Tag etwas zu posten, sollte ich dann beim nächsten Mal diesen Tag nachholen oder mit dem datums-technisch richtigen Tag weitermachen, damit die Reihenfolge nicht durcheinander gerät? Als Beispiel habe ich letzte Woche zum Beispiel keinen Klugscheißer-Donnerstag gemacht. Sollte ich das dann heute machen und einen Tag extra schreiben, damit wir wieder im Soll sind oder soll ich einfach ganz normal montags RW-Montag machen, egal was zuvor war?

Dieses Mal ist jedenfalls RW-Montag dran, nächstes Mal entscheidet ihr dann. Das heißt, wir wollen natürlich hoffen, dass es gar kein nächstes Mal geben wird.

Was denn dieser RW-Montag ist, das ist wie immer hier nachzulesen.

Nachdem derzeit kein RW-Montag Kommentar von euch eingetroffen ist und ich mir nicht wieder selbst was ausdenken will, benutze ich diesmal mal einen Zufallsgenerator aus dem Internet. Auweia, das kann ja was werden.

Voreingenommen, wissenschaftlich, Erdbeersaft.

Ist es wirklich voreingenommen zu behaupten, natürlicher Erdbeersaft sei besser als ein mit wissenschaftlichen Zusätzen versetzter? Ist es wirklich wissenschaflich nachgewiesen, dass Erdbeersaft voreingenommen gegenüber Tomatensaft ist? Ist es wirklich Erbeersaft, wenn voreingenommen wissenschaftlich ist? - halt, nein das funtioniert nicht. Das hat man nun davon, wenn man völlig zufällige Wörter benutzt, die Wörter hätte ich niemals selbst gewählt. Andererseits ist es ja gerade das, was es noch interessanter macht.

Voreingenommen. Klischée, Vorurteil, Stereotyp, Schubladendenken; was gibt es nicht alles für Wörter, die alle ungefähr dasselbe beschreiben. Wenn einem Voreingenommenheit an den Kopf geworfen wird, dann ist das meist ganz und gar kein Kompliment. Dabei ist ein erster Eindruck etwas ganz Natürliches. Durch Urinstinkte, nehme ich an, geweckt, bereitet sich der Körper darauf vor, mit was er zu rechnen hat. Nehmen wir ein Beispiel. Ein Mann mit dunklem Kapuzen-Pullover, der nachts in einer engen Seitengasse sein Unwesen treibt, ist gefährlich. Das ist ein Vorurteil. Wenn man völlig unvoreingenommen auf ihn zugehen würde, könnte man entdecken, dass er in Wirklichkeit der liebste Mensch der Welt ist und keiner Fliege es zuleide tun könnte. Oder man könnte ausgeraubt werden. Und da die soeben genannte äußerliche Beschreibung tatsächlich uberdürchschnittlich mit Verbrechen in Verbindung gebracht wird, würden wohl nur die wenigsten Menschen versuchen, solchen Gestalten nicht aus dem Weg zu gehen.
Aber welche Vorurteile sind gerechtfertigt und welche nicht? Wenn Frauen 0,43 % mehr Autounfälle versuchen als Männer, sollte ich dann zu keiner Frau mehr ins Auto steigen? Wenn 90 % aller Menschen nach längerem Glücksspielen Verluste machen, sollte ich dann lieber nicht damit anfangen? Für die meisten von euch sind die Antworten auf diese Fragen absolut klar, aber dennoch gibt es Menschen, die mit Glücksspiel reich geworden sind und Machos, die am liebsten allen Frauen die Führerscheine entziehen würden. Ich persönlich würde also sagen, man kann ruhig für alle Situationen, bei denen die Wahrscheinlichkeit von Gefahr, welcher Art auch immer, wesentlich (!) und nachweisbar (!) da ist, bzw. größer ist, ein paar Vorurteile im Hinterkopf behalten. Vorurteile, die dagegen nur diskriminieren und einen nicht zur Vorsicht alarmieren sollten (Frauen können nicht Autofahren; Asiaten sind gut in Mathematik; wer ungewöhnliche Kleidung trägt, ist auch im Kopf komisch), kann man getrost über Bord schmeißen.

Wissenschaftlich. Es gibt Menschen, die glauben nur, was durch wissenschaftliche Studien nachgewiesen wurde und es gibt Menschen, die glauben alles, was der Nachbar einem erzählt. Am Gesündesten ist wohl eine gewissen Mischung. Man soll weder allem zu 100 % glauben, was einem die Forscher erzählen, noch dem, was einem Max Mustermann erzählt. "Wissenschaftliche Studien" sind sowieso so ein Ding. In den alltäglichen Studien, die wir so in unseren Tageszeitungen lesen, werden selten wichtige Eckdaten, wie Forschungsdauer, Menge der Befragten etc. angegeben. Als Beispiel mal einer, der in letzter Zeit größten Aufreger, der durch eine wissenschaftliche Studie hervorgerufen wurde. Irgendein komischer Kautz hat festgestellt, dass in den letzen 20, 50, 70 oder so Jahren sowohl die Zahl der Impfungen bei Kindern als auch die Anzahl der entdeckten Fälle von Autismus stark zugenommen haben.Was macht nun die gutgläubige Mutter und Hausfrau, die sowas in ihrer Lieblingszeitung lesen? Richtig, sie hören auf, ihre Kinder zu impfen. Was wohl das Dümmste ist, was man überhaupt nur tun kann. 
Vielleicht habt ihr irgendwo schonmal den Satz "Korrelation verursacht keine Kausalität" gehört. Das hier ist so ein Fall. Korrelation bedeutet Zusammenhang. Beide oben genannten Ereignisse sind im selben Zeitraum aufgetreten und hängen deswegen zusammen. Das bedeutet aber nicht, dass das eine der Auslöser für das andere ist (Kausalität). Die Kausalität für die Zunahme von Impfungen zum einen ist die Bekämpfung von Krankheiten und Epidemien; die Kausalität für die Zunahme von entdeckten Fällen von Autismus bei Kindern ist, dass wir mittlerweile einfach bessere Mittel zur Entdeckung dieser Krankheit haben. Es gibt (vermutlich) nicht mehr Fälle von Autismus als früher, es wird einfach nur öfter entdeckt. Hier noch ein Wikipedia-Artikel mit ein paar anderen Beispielen. Am besten ist immer noch selbst Nachforschungen und Versuche aufzustellen, bevor man es irgendjemandem anderen glaubt. Wissenschaftlich ist nicht gleichzusetzen mit "auf magische Weise zu 100 % richtig", auch wenn sie durchschnittlich öfter Recht hat, als Max Mustermann, wenn er einem erzählt, wenn man drei mal Bloody Mary in den Spiegel flüstert, kommt ein Monster raus und zerkratzt dir die Augen. Ganz sicher, er hat das von all seinen Freunden gehört. Probiert es aus, er hat nicht Recht. Genauso wenig wie die Wissenschaft, mit ihrer Autismus-Studie, bzw. der Schluss, den die Leute daraus ziehen.

Erdbeersaft. Ich bin wahrscheinlich der einzige, der so denkt, aber für mich gehört Erdbeersaft schon zu den merkwürdigen Getränken. Zu den wirklich normalen Getränken gehören für mich nur Apfel-, Orangen- und Multivitaminsaft. Das hängt aber sehr wahrscheinlich mit persönlichen Erfahrungen zusammen. Und Erdbeersaft ist ja nun noch wirklich harmlos im Vergleich mit dem, was die Amerikaner so haben:
Weihnachtsschinken-Erfrischungsgetränk gefällig?
Trotzdem habe ich in meinem Leben, glaube ich, noch keinen Erdbeersaft getrunken. Erdbeermilch ja, aber keinen reinen Saft. Die Erdbeermilch ist jedenfalls sehr gut, also wird der Saft wohl auch ganz okay sein, schätze ich. Ich bin noch im Zwiespalt, ob ich lieber den Weihnachtsschinken-Drink oder Erdbeersaft probieren will.

Der Zufall hat das ganze durchaus interessant gemacht. Tut mir leid, wegen der Textwand. Und denkt dran, lieber nochmal selbst informieren, bevor ihr all meinem Halbwissen hier glaubt. Schlau daherreden kann ich gut, Recht habe ich aber leider nicht immer. Ansonsten wünsche ich euch noch viel Spaß, ein paar schöne, runde Bratäpfel und ein wenig Weihnachtsschinken-Soda.


Schöne Schlussworte: "Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft ist blind." - Albert Einstein

Montag, 21. April 2014

Das Geschwafel ist zurück

Schönen, guten Tag, die feinen Herren und Damen Bratäpfel.

Zum 476. Mal kehre ich nun nach längerer Pause zurück. So leicht wird man mich nicht los. Irgendwann komme ich immer zurück, das verspreche ich euch. Aber vielleicht bleibe ich diesmal auch ausnahmsweise ein bisschen länger. Ja doch, eigentlich gefällt es mir hier.

Und natürliche hoffe ich, dass es auch euch hier gefällt. Wenn ich irgendetwas machen kann, damit ihr euch hier wohler fühlt, sagt es mir ruhig.

Und nun Schluss mit den Metaphern! Das ist schließlich ein Blog und kein Hotel. Wohlfühlen dürft ihr euch natürlich trotzdem, aber Zimmerservice kann ich euch leider nicht bieten. Noch nicht. Wer weiß, was die Technik noch so alles bringen wird, in den kommenden Jahren.

Meine Güte, schwafel ich schon wieder viel, ohne wirklich etwas wichtiges zu sagen. Dann mal kurz und bündig: Heute ist RW-Montag, viel Spaß dabei.

Wenn ihr nicht wisst, worum es beim RW-Montag geht, könnt ihr das hier nachlesen.

Kommentare haben wir keine mehr gelagert, also muss ich mir selbst was einfallen lassen. Wir wär's denn mit:

Kohlensäure, Puzzle, Panda.

Ein 1000-Teile Puzzle von einer Nahaufnahme eines Glases voller Bitzel-Wasser (oder kohlensäure-haltig, das sagt euch wahrscheinlich mehr) ist wohl eines der langweiligsten und schwierigsten Puzzles, das ich mir vorstellen kann. Ein Panda-Motiv ist da doch schon um einiges interessanter. Pandas können wahrscheinlich nicht allzu viel mit Puzzles anfangen, mit Kohlensäure möglicherweise schon. Um das genau sagen zu können, hätte ich allerdings in Biologie ein bisschen besser aufpassen müssen. Ich habe das Gefühl, ich hatte schon Begriffe, die sich besser kombinieren lassen konnten. Was soll's, auf zum Einzelverhör.

Kohlensäure. Die wichtigste Lektion im Chemie-Unterricht: "Wenn es blubbert, dann hat eine Reaktion stattgefunden." Dann sollte sich unser Wasser aber mal abreagieren, wir haben ihm doch gar nichts getan. Außer es geschüttelt. Und verschwenderisch durch die Gegend gespritzt. Und auf mehr oder weniger perverse Art über unseren Körper laufen lassen, oft sogar täglich. Und zur Paarung gezwungen, in dem wir einfach andere Flüssigkeiten dazu geschüttet haben. Wenn ich es mir recht überlege, dann hat unser Sprudelwasser doch alles Recht der Welt ein wenig auf all diese Grausamkeiten zu reagieren.
Kohlensäurehaltiges Wasser ist schon irgendwie komisch. Schmecken kann man es so gut wie nicht, fühlen höchstens leicht, aber der Unterschied zu stillem Wasser erscheint doch gravierend. Den Großteil meines Lebens habe ich nur Wasser mit Kohlensäure getrunken. Daran hatte ich mich wohl einfach gewöhnt. Wenn ich stilles Wasser haben wollte, dann könnte ich ja auch gleich Leitungswasser trinken. Leider war bis jetzt aber jeder deutsche Wasserhahn, den ich notgedrungen zur Durststillung zweckentfremdet habe, dermaßen verkalkt, das es wirklich keine Freude mehr war. Ich habe schon mehrfach gelesen, in Amerika wäre es wohl für die meisten Menschen normal, Leitungswasser zu trinken, ich frage mich nur weshalb? Sind da die Wasserleitungen einfach sauberer oder ignorieren man dort einfach den Kalkgeschmack? Wenn ihr regelmäßiger Leitungswassertrinker sein solltet, klärt mich bitte auf.

Puzzle. Ein Puzzle (sprich Pussel) gehört meiner Meinung nach zu den Dingen die wesentlich interessanter sind, als sie sich anhören. Kleine Pappstückchen so anordnen, dass sie ein Bild ergeben? Klingt auch nicht spannender als die Namen aller Päpste, schwedischen Königinnen und Bratwurstbratweltmeister in chronologischer Reihenfolge auswendig zu lernen. Ist es aber. Irgendwie. Finde ich. 
Am Anfang steht man vor einem Nichts. Vor absolutem Chaos. Man weiß nicht, wo auch nur irgendetwas hingehört. Keinen Plan, wie man dieses Problem lösen soll. Und dann macht es plötzlich irgendwann Klick und die ersten zwei Teile haften zusammen. Langsam hangelt man sich dann weiter, bis irgendwann der Rahmen steht. Man weiß immer noch nicht, was das überhaupt werden soll, aber man erkennt die Ausmaße, die Möglichkeiten und vielleicht hat man sogar schon eine kleine Ahnung, wie es weitergehen könnte. Nach und nach kommen immer mehr Teile dazu und im Kopf beginnt sich eine Wunschvorstellung zu entwickeln. Wir stellen uns vor, wie es aussehen wird, wenn es zu Ende ist. Aber während wir noch darüber denken, liegt auch schon das nächste Teil, das alles verändert hat. Manchmal fragen wir uns, ob wir alles richtig gemacht haben, aber dann gucken wir genau hin und sehen, dass jedes Teil perfekt ineinander greift. Und dann kommt das Unvermeidliche. Das letzte Teil. Manch einer würde gerne noch weiterspielen, andere hätten das Puzzle am liebsten längst beiseite schieben und unvollendet wegschmeißen wollen. Doch es hilft nichts, wir müssen alle zu Ende spielen. Erst wenn das allerletzte Puzzleteil gelegt ist, können wir sehen, ob uns das vollendete Werk gefällt.
Wir alle spielen ein Puzzle-Spiel. Es heißt Leben.

Panda. Pandabären gefallen mir. Genau genommen ist das nicht ganz so beindruckend, da mir eigentlich so ziemlich alle Bären gefallen. Eisbären, Grizzlybären, "normale" Braunbären, Gummibären (ihr wusstet, dass der Witz kommen würde oder?). Pandabären haben natürlich noch den Schwarz-Weiß-Bonus. Und den Bambus-Bonus. Karate-Bonus haben sie keinen, in Tekken gab es nämlich schon einen kämpfenden (Nicht Panda-)Bären, lange bevor dieser komische Kungfu-Panda Kram existiert hat. Sei's drum, 2 Boni sind genug. Damit teilen sie sich den ersten Platz mit den Eisbären. Irgendwie fällt mir gerade auf... Ich weiß extrem wenig über Pandas. Und noch weniger weiß ich, was ich über sie schreiben soll. Naja, was soll's, ich habe über die anderen zwei Themen ja schon genug geschrieben.

So jetzt muss ich als allererstes mal für dieses Gesülze über die Puzzleteile entschuldigen. Ich habe einfach aufeinmal gemerkt, dass das eine ziemlich gute Metapher abgeben könnte. Tja und dann... Dann war niemand da, um mich aufzuhalten. Ich hoffe, ihr habt kein Diabetes oder Augenkrebs davon bekommen. 

Ich wünsche euch allen noch viel Spaß und einen schönen Tag. Und ein paar leckere Bratäpfel. Und, dass ihr nicht wieder wochenlang auf den nächsten Post warten müsst. Ach, das Übliche halt.

Alle vorherigen RW-Montage könnt ihr hier angucken. Vergesst nicht, eure Kommentare für den nächsten RW-Montag abzugeben.

Schöne Schlussworte: "Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile." - Aristoteles

Montag, 6. Januar 2014

Mit dem Gummiboot ab ins Gefängnis

Nein, ich habe euch nicht vergessen, meine lieben Bratäpfel, wie käme ich denn dazu? Ganz im Gegenteil, ich arbeite momentan noch an einer Komplett-Neu-Überarbeitung, damit alles noch ein wenig schöner und übersichtlicher wird. Und selbstverständlich ist auch das regelmäßige und pünktliche Verfassen neuer Beiträge ein guter Vorsatz für dieses Jahr.

Wie stehts mit euch? Was für gute Vorsätze habt ihr euch so gemacht? Die üblichen Verdächtigen, wie abnehmen oder mit dem Rauchen aufhören oder doch etwas ganz Ausgefallenes, wie etwa den Nobelpreis zu gewinnen? Lasst es mich wissen.

Am Terminplan hat sich soweit nichts geändert. Montag ist und bleibt der Tag, an dem ich mir  auf meine ganz bestimme Art Gedanken über 3 zufällige Dinge mache. Was für Dinge das sind, das könnt ihr mit euren Kommentaren bestimmen. Dabei könnt ihr eurer Fantasie völlig freien Lauf lassen. Wenn es nicht zu extrem ist, werde ich dann mit Sicherheit darüber schreiben. Aber was ist heutzutage schon zu extrem?
Es müssen auch nicht exakt drei Wörter sein, auch Redewendungen bzw. Begriffe sind erlaubt. Ein Kommentar könnte zum Beispiel so aussehen: "Koi, Käfer mit Lupe verbrennen, Müll rausbringen." Lasst euch was einfallen, ich freue mich schon auf eure Kommentare.

Über die Feiertage hat man ja leider sehr wenig Zeit, da steht "Kommentare schreiben für den besten superklasse Blog aller Zeiten" dann ganz unten auf der Prioritätsliste. Darum steht für heute auch kein Kommentar von euch zur Verfügung. Macht aber nichts, davon lassen wir uns nicht aufhalten. Da komm ich wenigstens selbst mal zum Nachdenken, passiert ja sonst nicht so oft. Also drei Wörter brauchen wir? Wie wäre es mit:

Gummiboot, Lakritz und schwarz-weiß gestreift.
Wer mit seinem Gummiboot aufs Meer hinausgetrieben wird und nur Lakritz an Bord hat, der hat schlechte Karten. Oder gute. Je nachdem, ob er Lakritz mag oder nicht. Aber die meisten Leute, die ich kenne, mögen es nicht. Ob das Boot schwarz-weiß gestreift ist oder nicht, macht dann auch keinen Unterschied mehr. Wohl aber, wenn die Lakritze es sind. Oder können Lakritze überhaupt schimmeln? Wie auch immer die Antwort ist, ich würde schwarz-weiß gestreifte Lakritze lieber nicht anrühren. Erst recht nicht auf hoher See. Ja noch nichtmal im Planschbecken.

Gummiboot. Kennt ihr das, wenn eure Eltern oder Großeltern lautstark über altmodische Dinge reden, die inzwischen kaum einer mehr kennt? Einerseits ist das irgendwie peinlich, aber andererseits sind es dann doch oft ganz interessante Dinge, von denen es schade wäre, wenn sie in Vergessenheit geraten. Unsere Enkelkinder werden uns bestimmt auch noch auslachen, wenn wir von den Zeiten reden, als es nur 150 Pokemon gab. Gute alte Zeiten.
Jedenfalls habe ich bei dem Wort als Allererstes an das Lied denken müssen: Er hat ein knallrotes Gummiboot. Nein, ich meine keinen Ballermann-Mix und auch keinen Supertalent-Ausschnitt, sondern das Original.



Besonders zu beachten ist, wie sie das Knall betont, damals hatte man noch richtig Spaß beim Singen!


Lakritz. Was genau ist das eigentlich? Die Farbe schwarz könnte ein Hinweis darauf sein, dass es eine Ausgeburt der Hölle ist. Süßigkeiten haben farbenfroh zu sein. Was hat man sich dabei gedacht, schwarze Schnecken auf den Markt zu bringen? Wahrscheinlich sind das in Wahrheit Mückenspiralen. Hat einer von euch schonmal versucht, eine anzuzünden?
Ist natürlich alles Unsinn, da das, wie so vieles im Leben, Geschmacksache ist. Man sagt ja, dass es sich damit wie mit Meeresfrüchten verhalten könnte, dass man erst im Alter anfängt die zu mögen. Da es dafür keinerlei Beleg gibt, bin ich bereit dazu, mit euch zu wetten, dass ich zu keinem Zeitpunkt in meinem Leben Lakritze mögen werde. Wir wetten um eine Packung Lakritze!


schwarz-weiss gestreift. Wie bin ich denn nur darauf gekommen? Viel gibt es da ja eigentlich nicht. Zebras. Sträflingskleidung. Ein gestörtes Fernsehbild. Noch mehr Zebras. Ich kann leider nichts davon so wirklich gebrauchen. Zebras habe ich natürlich schon Dutzende, die gestreifte Kleidung habe ich mir während meiner langen Zeit im Gefängnis auch schon als Souvenir besorgt... Es wollte aber auch einfach kein Pasch kommen und die Gebühr zahle ich nie. "Du kommst aus dem Gefängnis frei"- Karten sind aber auch wie Fahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel: Immer wenn du eine hast, hättest du keine gebraucht, weil kein Kontrolleur kommt und wenn du auch nur einmal keine hast, kommst du genau auf das Feld bzw. die Haltestelle wo ein netter Mann in blau mit einer Pfeife steht und dich ins Gefängnis steckt. 


So, ich hoffe es hat euch gefallen und wir sehen uns kommende Woche Montag wieder zum nächsten RW-Montag. Bis dahin nicht vergessen, ein Kommentar zu hinterlassen.


Schöne Schlussworte: "Die Lebensumstände verändern sich heutzutage so rasend schnell, daß man gar nicht mehr weiß, nach welcher Nostalgie man sich zurücksehnen soll." - Willy Meurer