Sonntag, 12. Januar 2014

Der Denkapparat des Menschen

Ich bin leider immer noch in diesem Zeitloch gefangen, darum ist bei mir heute noch Samstag. Tut mir leid, wenn ich in eurem Universum zu spät dran bin. Ich verspreche, nächste Woche schaffe ich es aus diesem Loch heraus. Und mit nächste Woche meine ich ab morgen. Und wenn ich mein Versprechen nicht halte, dann dürft ihr mich mit Keksen bewerfen. Das würde ich mir an eurer Stelle allerdings zweimal überlegen, wahrscheinlich würde es euch glücklicher machen, die Kekse stattdessen aufzuessen.

Na, seid ihr heute gut drauf? Steckt eur Kopf heute voller Ideen und ihr denkt so klar, wie schon lange nicht mehr? Das lässt sich ändern. Alles was man dafür braucht, ist ein Hirnbrecher-Samstag (neuste Studien haben bewiesen, dass der Hirnbrecher-Samstag auch sonntags wirkt). Macht euch darauf gefasst, dass euer Gesicht die Lieblingsfrage der Deutschen (häh?) geradezu hinaus schreien wird. 

Gerne könnt ihr mir übrigens auch wie beim RW-Montag ein paar Wörter zuwerfen, aus denen ich dann eine verrückte Geschichte baue, wenn ihr Lust habt. Schreibt dann einfach dazu, ob es für den RW-Montag oder den Hirnbrecher-Samstag verwendet werden soll. Ansonsten suche ich es mir einfach aus.

Das war nun aber genug Vorgeplänkel, stimmts? Auf ins Gefecht!

Die Überlegenheit der Menschen


„Grün steht dir am besten“, seufzte er.
Genervt wie ein Flummi, der nicht mehr springen kann, weil er in den Sand gefallen ist, antwortete ihm sein Stein: „Das sagst du doch nur, weil du mich nicht sauber machen willst.“
  „Nein, wirklich! Dein Moos-Umhang ist wundervoll. Das letzte Mal, dass ich etwas so schönes gesehen habe, war als mein Bügeleisen die Goldmedaille im Rodeln gewonnen hat.“
  
Und es steht ihm wirklich! (Photo: Randi Hausken)
„Das ist natürlich eine ganz große Leistung. War ja nicht so, als ob es einfach die Schneedecke weggeschmolzen hätte und durch die neugewonnene 180° Steigung ein klein wenig an Geschwindigkeit gewonnen hatte.“
Verdutzt musterte der Mensch den Stein „Ich wusste gar nicht, dass Steine zynisch sein können. Wenn das eine neue Erkenntnis für die Wissenschaft ist, könnte ich einen ganzen Batzen Belohnung für diese Information kassieren. Das muss ich sofort nachschlagen.“
…
„Mist, da stehts: Die Gattung der Steine, eng verwandt mit den argverbrannten Spiegeleiern, einst entstanden durch einen Gendefekt beim Versuch Mozartkugeln mit Steckdosen-Kindersicherungen zu verpaaren, sind bekannt für ihre exzessive Nutzung von Zynismus. Natürliche Feinde: Kinder, die am Flussufer stehen.“
„Schön, dass du es jetzt auch weißt. Ich hab Hunger.“
„Ich auch. Ich hab so viel Appetit, ich könnte einen Dinosaurier verdrücken, der sich einen chinesischen Feinschmecker genehmigt hat, der eine Riesenanakonda schnabuliert hat, die einen Löwen verschlungen hat, der sich eine Forelle einverleibt hat, die einen Schmetterling verputzt hat, der bei einer Blume Honigkektar diniert hat.“
  „Also ein Brot mit Honig?“
  „Klingt gut.“
Also ließ der Stein sich schnell Beine wachsen und lief in die Küche, um den beiden ein Honigbrot zu machen. Doch was er da sah, schockierte ihn mehr als eine Packung Hackfleisch mit Hagebutten-Aroma: Der Honig war leer!
Als der nun Mensch nun von dieser Tragödie erfuhr, bewies er seine Überlegenheit gegenüber den Steinen, indem er seinen Denkapparat anwarf. Damit konnte er die Antwort auf jedes Rätsel dieser Welt finden. „Also schau gut zu Stein, ich zeige dir jetzt, warum wir Menschen an der Spitze der Nahrungskette stehen. Ich werde mich jetzt ganz stark auf die Frage konzentrieren:  Wo bekommen wir Honig her? Und jetzt muss ich nur ganz kurz abwarten und mein Denkapparat liefert mir die Antwort.  Da, ich habs! ‚Meinten sie vielleicht: Warum ist er denn König, der?‘


So, ich hoffe wie immer, dass es euch gefallen hat und dass sich eure Gehirnzellen so schnell wie möglich wieder regenerieren werden. Vergesst nicht Spaß zu haben und schonmal einen Kommentar für Montag abzugeben.

Schöne Schlussworte: "Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt." - Albert Einstein

Donnerstag, 9. Januar 2014

Betrug im Lieblingsteam

Wie jetzt, es ist schon Donnerstag? Ist noch jemand von euch in eines dieser seltenen Zeit-Paradoxon Löcher gefallen oder bin ich der einzige, der irgendwie keinen Mittwoch hatte? Jetzt ist die Frage, ob ich den Verschwörungstheorie-Dienstag nachholen oder doch gleich zum Klugscheiß-Donnerstag gehen soll? Ihr lebt hier unter meinem (virtuellen) Blog-Dach und unter meinem Dach herrschen meine Regeln. Und ich sage: Chronologie geht vor.

Also Verschwörungstheorien. Wird mal wieder Zeit, dass ein neuer Termin für den Weltuntergang angesetzt wird. Gibt ja noch nicht genug sinnlose Panik in dieser Welt. Da müssen wir wohl nachhelfen. Natürlich wie immer mit einem Zufallsgenerator. Dazu lass ich mir erst den Tag (zwischen 1 - 31), dann den Monat (zwischen 1 - 12) und schließlich das Jahr (2014 - 3000) auswürfeln. Und das ist dann die unumstrittene Wahrheit, an diesem Tag wird die Welt - wirklich und ganz in echt, ungelogen und zweifelsohne - untergehen. Macht euch bereit, fang an eure Bunker zu bauen und kauft euch soviele Dosen-Ravioli wie nur möglich, denn es passiert aaaaam: 09.01.2612. Okay, ich musste schon erstmal heftig schlucken, als der 09.01 herauskam. Das wäre schon ein richtig geiler Zufall gewesen, wäre jetzt auch noch 2014 durch den Generator auserwählt worden. Aber auch so ist es schon ziemlich verwunderlich, dass es auf den Tag genau stimmt. Also in exakt 598 Jahren wird die Welt untergehen. Wisst ihr vielleicht wo man Ravioli herbekommt, die so lange haltbar sind?
Probiert es doch auch mal selbst aus, bin gespannt was bei euch raus kommt. Schreibt es mir in den Kommentaren. Zufallsgenerator

Nun, aber zum eigentlichen Verschwörungstheorie-Dienstag. Ist im Grunde ganz einfach: Wikipedia aufrufen, Popcorn schnappen und gucken, was die Seite so an Artikeln ausspuckt, wenn man deren Zufallsfunktion verwendet. Das macht man dann 2-3 mal und versucht sich irgendeinen Zusammenhang zusammenzureimen. Zusammen mit mir macht ihr das jetzt. ZUSAMMEN! 

Übrigens ganz interessant, wenn man auf die Universal-Startseite von Wikipedia geht, sieht man, dass Deutschland hinter Englisch auf dem zweiten Platz steht, wenn man nach der Anzahl der Artikel geht. Wir haben fast 600.000 Einträge mehr als die Spanier, doppelt soviel wie die Portugiesen, und immerhin noch etwa 15 % mehr als die Franzosen. Wie kommt das? Das einzige Wort, das ich kenne, worum wir beneidet werden, weil es das in der Sprache der anderen nicht gibt, ist Weltschmerz. Kennt ihr vielleicht noch andere?

Verschwörungstheorie Nummer 1

Wasserball ist unser erster Begriff. Wer spielt wohl heimlich gerne Wasserball, wer ist ein Naturtalent darin oder wer hat es erfunden? Interessanterweise wird auf Wikipedia sogar noch ein extra Link für die Regeln angegeben. Ich dachte immer, das wäre bloß spaßiges Rumgeplantsche und das Team, das den Ball zufällig mal ins Tor der Gegner befördert hat, darf sich freuen. Aber nein, von der Wassertiefe, bis zur Farbe der Badekappen muss alles festgelegt werden.

 Dawkinsia Assimilis ist ein Fisch. Ein Fisch kann doch kein Wasserballspieler sein oder? Ihr habt wohl meine unglaublichen Photoshopkünste noch nicht gesehen!
Wie ihr seht, sieht das total echt aus. Kein Mensch hat damals erkannt, dass der wichtigste Spieler des "Wirhabenkeinenfischimteam"(versucht gar nicht erst das auszusprechen, das ist finnisch) - Wasserballteams in Wahrheit kein Mensch war. Viele haben sich zwar gewundert, dass er nie aufgetaucht war und von ihm immer nur die Badekappe und die Schwimmbrille zu sehen war, aber das hat man damals auf sein Ego geschoben. Ein wahrer Weltstar begibt sich nicht an die Luft, wie gewöhnliche Menschen. Wenn euch also wieder mal jemand berichtet, was für ein großer Fan er vom Wirhabenkeinenfischimteam-Team ist, dann klärt ihn auf, dass er Jahre lang Opfer einer Lüge war. Ohne Dawkinsia Assimilis hätten sie niemals sovielen schwierigen Gegnern assimilieren können.

Verschwörungstheorie Nummer 2

Cetineit ist uns wohl allen besser bekannt als (K,Na)3+x(Sb2O3)3(SbS3)(OH)x • 2,4H2O (mit x ~ 0,5).

Sieht ziemlich schick aus, aber was kann man damit denn machen? Auf jeden Fall besser nicht eurer Frau zeigen, denn Centineit gilt als sehr seltenes Mineral. Was ein Ohrring daraus kosten würde, will ich gar nicht erst wissen.

Aber vielleicht kann ja jemand anders was damit anfangen? Oder es entwickelt sich eine chemische Reaktion, wenn es auf den nächsten Artikel trifft? Könnte gut sein, denn der nächste Begriff ist...

Werbespot. Auweia, jetzt wollen sie unseren Frauen wohl doch noch einreden, das zu kaufen. Aber da müssen sie schon einen verdammt guten Werbespot machen, damit es auch uns Männer überzeugt. Einen Werbespot mit...

Tiamat. Es wird wohl nicht ganz einfach eine Göttin für den Spot mit ins Boot zu holen. Boot haha, versteht ihr? Weil es die Götten des Salzwassers ist. Nein? Wie dem auch sei, Männer macht euch gefasst. Solltet ihr eines Tages die Göttin Tiamat in einem Werbespot sehen, macht sofort die Augen zu und steckt die Finger in die Ohren. Ansonsten könnte es eventuell passieren, dass ihr aufeinmal einen unglaublichen Drang verspürt, eurer Frau Unmengen an Cetineit zu kaufen.


So das wars mit den Verschwörungstheorien für diese Woche, ich hoffe, ihr habt wieder so einiges gelernt. Vergisst nicht, Kommentare zu schreiben (und am Ende drei Wörter für den RW-Montag anzuhängen) und habt Spaß.


Schöne Schlussworte: "Begeist'rung ist ein Edelstein, doch Bildung bringt erst Schliff hinein." - Heinrich Martin.

Montag, 6. Januar 2014

Mit dem Gummiboot ab ins Gefängnis

Nein, ich habe euch nicht vergessen, meine lieben Bratäpfel, wie käme ich denn dazu? Ganz im Gegenteil, ich arbeite momentan noch an einer Komplett-Neu-Überarbeitung, damit alles noch ein wenig schöner und übersichtlicher wird. Und selbstverständlich ist auch das regelmäßige und pünktliche Verfassen neuer Beiträge ein guter Vorsatz für dieses Jahr.

Wie stehts mit euch? Was für gute Vorsätze habt ihr euch so gemacht? Die üblichen Verdächtigen, wie abnehmen oder mit dem Rauchen aufhören oder doch etwas ganz Ausgefallenes, wie etwa den Nobelpreis zu gewinnen? Lasst es mich wissen.

Am Terminplan hat sich soweit nichts geändert. Montag ist und bleibt der Tag, an dem ich mir  auf meine ganz bestimme Art Gedanken über 3 zufällige Dinge mache. Was für Dinge das sind, das könnt ihr mit euren Kommentaren bestimmen. Dabei könnt ihr eurer Fantasie völlig freien Lauf lassen. Wenn es nicht zu extrem ist, werde ich dann mit Sicherheit darüber schreiben. Aber was ist heutzutage schon zu extrem?
Es müssen auch nicht exakt drei Wörter sein, auch Redewendungen bzw. Begriffe sind erlaubt. Ein Kommentar könnte zum Beispiel so aussehen: "Koi, Käfer mit Lupe verbrennen, Müll rausbringen." Lasst euch was einfallen, ich freue mich schon auf eure Kommentare.

Über die Feiertage hat man ja leider sehr wenig Zeit, da steht "Kommentare schreiben für den besten superklasse Blog aller Zeiten" dann ganz unten auf der Prioritätsliste. Darum steht für heute auch kein Kommentar von euch zur Verfügung. Macht aber nichts, davon lassen wir uns nicht aufhalten. Da komm ich wenigstens selbst mal zum Nachdenken, passiert ja sonst nicht so oft. Also drei Wörter brauchen wir? Wie wäre es mit:

Gummiboot, Lakritz und schwarz-weiß gestreift.
Wer mit seinem Gummiboot aufs Meer hinausgetrieben wird und nur Lakritz an Bord hat, der hat schlechte Karten. Oder gute. Je nachdem, ob er Lakritz mag oder nicht. Aber die meisten Leute, die ich kenne, mögen es nicht. Ob das Boot schwarz-weiß gestreift ist oder nicht, macht dann auch keinen Unterschied mehr. Wohl aber, wenn die Lakritze es sind. Oder können Lakritze überhaupt schimmeln? Wie auch immer die Antwort ist, ich würde schwarz-weiß gestreifte Lakritze lieber nicht anrühren. Erst recht nicht auf hoher See. Ja noch nichtmal im Planschbecken.

Gummiboot. Kennt ihr das, wenn eure Eltern oder Großeltern lautstark über altmodische Dinge reden, die inzwischen kaum einer mehr kennt? Einerseits ist das irgendwie peinlich, aber andererseits sind es dann doch oft ganz interessante Dinge, von denen es schade wäre, wenn sie in Vergessenheit geraten. Unsere Enkelkinder werden uns bestimmt auch noch auslachen, wenn wir von den Zeiten reden, als es nur 150 Pokemon gab. Gute alte Zeiten.
Jedenfalls habe ich bei dem Wort als Allererstes an das Lied denken müssen: Er hat ein knallrotes Gummiboot. Nein, ich meine keinen Ballermann-Mix und auch keinen Supertalent-Ausschnitt, sondern das Original.



Besonders zu beachten ist, wie sie das Knall betont, damals hatte man noch richtig Spaß beim Singen!


Lakritz. Was genau ist das eigentlich? Die Farbe schwarz könnte ein Hinweis darauf sein, dass es eine Ausgeburt der Hölle ist. Süßigkeiten haben farbenfroh zu sein. Was hat man sich dabei gedacht, schwarze Schnecken auf den Markt zu bringen? Wahrscheinlich sind das in Wahrheit Mückenspiralen. Hat einer von euch schonmal versucht, eine anzuzünden?
Ist natürlich alles Unsinn, da das, wie so vieles im Leben, Geschmacksache ist. Man sagt ja, dass es sich damit wie mit Meeresfrüchten verhalten könnte, dass man erst im Alter anfängt die zu mögen. Da es dafür keinerlei Beleg gibt, bin ich bereit dazu, mit euch zu wetten, dass ich zu keinem Zeitpunkt in meinem Leben Lakritze mögen werde. Wir wetten um eine Packung Lakritze!


schwarz-weiss gestreift. Wie bin ich denn nur darauf gekommen? Viel gibt es da ja eigentlich nicht. Zebras. Sträflingskleidung. Ein gestörtes Fernsehbild. Noch mehr Zebras. Ich kann leider nichts davon so wirklich gebrauchen. Zebras habe ich natürlich schon Dutzende, die gestreifte Kleidung habe ich mir während meiner langen Zeit im Gefängnis auch schon als Souvenir besorgt... Es wollte aber auch einfach kein Pasch kommen und die Gebühr zahle ich nie. "Du kommst aus dem Gefängnis frei"- Karten sind aber auch wie Fahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel: Immer wenn du eine hast, hättest du keine gebraucht, weil kein Kontrolleur kommt und wenn du auch nur einmal keine hast, kommst du genau auf das Feld bzw. die Haltestelle wo ein netter Mann in blau mit einer Pfeife steht und dich ins Gefängnis steckt. 


So, ich hoffe es hat euch gefallen und wir sehen uns kommende Woche Montag wieder zum nächsten RW-Montag. Bis dahin nicht vergessen, ein Kommentar zu hinterlassen.


Schöne Schlussworte: "Die Lebensumstände verändern sich heutzutage so rasend schnell, daß man gar nicht mehr weiß, nach welcher Nostalgie man sich zurücksehnen soll." - Willy Meurer

Samstag, 28. Dezember 2013

Organtausch

So, da bin ich wieder. Und ihr auch wie ich sehe, schön. Was habt ihr denn so getrieben? Was wurde diese Weihnacht wohl mehr beschenkt, du oder dein Magen? Wie auch immer die Antwort lautet, sie reizt zum Nachdenken an. Womit hat unser Bauch das eigentlich verdient? Der tut doch den ganzen Tag lang nichts. Aber das ist natürlich Unsinn, schließlich ist der Magen ja kein eigenständiges Wesen. Oder?

Harte Schale, weicher Kern

"Hey du! Hör auf zu grummeln! Jetzt lass das doch!"
  "Ich grummele nicht, ich schnurre - ich bin eine Katze."
  "Red doch keinen Unsinn, du bist mein Bauch und du machst komische Geräusche."
  "So lasse ich nicht mir reden, damit das mal klar ist."
  "Ich darf mit dir reden wie ich will, ich bin dein Mensch!"
  "Ich hab das Gefühl, du hast mich gar nicht mehr lieb, da kann ich ja auch genauso gut weglaufen!"
  "Nun hab dich doch nicht so, ich brauch dich doch. Buchstäblich."
  "Zu spät, ich bin schon so gut wie weg."
  "Dann kann ich dich wohl nicht aufhalten, was?"
  "Nein, ich gehe jetzt alleine in diese kalte Welt da draußen und suche mir eine schöne Gallenblase, mit der ich den Rest meines Lebens verbringen werde."
   "Na dann hau schon ab. Und vergiss nicht deine Murmel-Sammlung."

"Na Berthold, was liegt dir denn so auf dem Herzen?"
   "Eine Braunaugenschwarm-Schmetterlingslarve, aber darum geht es jetzt nicht. Es ist mein Magen, er ist davon gelaufen."
   "Ach mach dir nichts draus, der kommt wohl langsam in die Pubertät, da ist das normal."
   "Aber er ist doch genauso alt wie ich! 56 Jahre und 9/23 Jahre!
   " Ja, aber in Magenjahren macht das so ungefähr 14."
   " Ich verstehe immer noch nicht, warum er das getan hat."
   "Vielleicht hat einfach auf sein Bauchgefühl gehört. Verstehst du? Bauchgefühl, hahaha."
   "Das ist nicht der richtige Moment für dumme Scherze, Edeltraut. Wie soll ich denn ohne Magen überleben?
   "Na dann musst du dir eben einen neuen suchen, ist doch ganz einfach. Ich habe meine Blase schon tausende Male ausgetauscht, momentan ist sie eine Nacktschnecke."

"So eine Antwort von ihm, das hätte ich gar nicht erwartet. Das fühlt sich an wie ein Schlag in den Magen. Das liegt mir jetzt ganz schön schwer im Magen. Ich war darauf überhaupt nicht vorbereitet, das war voll auf nüchternem Magen. Und jetzt bin ich hier, das war wirklich eine Bauchlandung. Man habe ich jetzt eine Wut im Bauch. Wenn ich jetzt nur wieder in meinem warmen Zuhause sitzen könnte, ich würde mir ein Loch in den Bauch freuen. Vielleicht kommt er ja von alleine und entschuldigt sich, aber ich will nicht solange warten und mir die Beine in den Bauch stehen. Ach das ist doch alles verrückt, bestimmt werde ich mir später den Bauch halten vor Lachen, wenn ich mich an das hier zurückerinnere."

"Guten Tag lieber Igel, willst du nicht vielleicht der neue Magen von dem lieben Herrn Magenschwund werden?
   "Ich bitte sie Herr Magenschwund, nein wirklich Bertold, haben sie tatsächlich vergessen, dass ich in Igeljahren gemessen bereits 43 Jahre, 6 Monate, 22 Stunden, 19 Minuten und 3 Sekunden alt bin? In diesem Alter schickt es sich nun wirklich nicht, von einem erwachsenen Mann derartig angesprochen zu werden. Aber zurück zu ihrem Gesuch: Mit dem Berthold geh ich nicht, ich bin viel zu stachelig! Guck Herr Magenschwund tanzt allein, tanzt und tanzt auf einem Bein.. und ohne Magen. Sie sind wirklich nicht zu beneiden, werter Herr. Warum fangen sie denn plötzlich an, auf einem Bein zu tanzen, haben sie den Verstand verloren?"
   "Oh nein, bitte das nicht auch noch."
   "Neee, keine Sorge Berti, ick bin noch da."
   "Dann scheinen wohl nur meine Beine verstimmt zu sein. Ich hätte mir keine Ukulelen als neue Beine auserwählen sollen. Warum hat mir die Verkäuferin nur eingeredet, sie würden so gut an mir aussehen? Ich falle aber auch immer wieder darauf rein."

"Diese Gallenblase war aber wirklich nicht nett, richtig giftig war sie zu mir. Möchte wissen, was der wohl über die Leber gelaufen ist."

"Jaa? Die Tür ist offen. Oh mein Gott, du bist es ja, mein Blasilein. Ich bin froh, dass du wieder da bist. Ich dachte schon, ich müsste sterben, weil ich einfach keinen Ersatz für dich finden konnte."
   "Reg dich mal ab, mein Alter. Das waren nur 2 Tage."
   "Und wieso bist du zurück? Hast du eine liebe Gallenblase gefunden?"
   "Nein, die Gallenblase mochte ich nicht. Dann habe ich es noch mit einem Bratapfel versucht, das war auch nichts. Aber jetzt bin ich zu guter Letzt bei meiner Kastanie gelandet. Oh, ich liebe diese Hülsenfrucht einfach."
    "Das freut mich für dich. Wärst du jetzt bitte so lieb und bist wieder mein Magen? Die Kastanie kann auch mitkommen. Ich weiß, dass sie nett ist, denn sie ist genauso wie wir beide zusammen - harte Schale, weicher Kern."
    "Aber sie ist innen eigentlich auch hart."
    "Widersprichst du mir schon wieder? Dann kannst du gleich wieder gehen!"
    "Nein, aber...
    "HARTE SCHALE, WEICHER KERN!!!!"



Jetzt wissen wir also, was herauskommt, wenn man reine wörtliche Rede mit schlechten Wortspielen und grobem Unfug kombiniert, nämlich: Keine Ahnung, was das war. Nein, ehrlich, was habe ich da gerade eigentlich geschrieben? Der Hirnbrecher-Samstag hat zumindest bei mir schon Wirkung gezeigt.


Schöne Schlussworte: "Wenn ein Philosoph einem antwortet, versteht man überhaupt nicht mehr, was man ihn gefragt hat. " - André Gide

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Zum ersten Hirnbrecher-Samstag:
Hirnbrecher-Samstag 

Samstag, 21. Dezember 2013

Hirnbrecher-Samstag

Hallo meine lieben Bratäpfel.

Seid ihr schon in Weihnachsstimmung? Dann seid ihr hier heute leider falsch. Zu Weihnachten gibts hier denselben Unsinn, wie sonst auch immer, wenn nicht gar noch etwas schlimmer. Zum Trost hier aber doch ein zur Jahreszeit passender Link, den mir ein/e Leser/in zukommen lassen hat. Wer Geschenke einpacken für genau so eine Raketenwissenschaft hält wie ich, kann hier nochmal nachgucken, wie es richtig geht http://eska-kreativ.blogspot.de/2011/11/tutorial-geschenke-einpacken-fur.html

Seid ihr schon voll im Hype, wegen meinen großen Versprechungen zum heutigen Samstag? Richtig so, Vorfreude ist die schönste Freude. Oh, ihr wollt wissen, worum es denn nun eigentlich geht? Da kann eine weitere Redensart helfen: Schuster bleib bei deinen  Leisten. Mein größter Wunsch ist es, Autor zu werden, was könnte da näher liegen, als Geschichten zu schreiben? Aber was für Geschichten denn, fragt ihr euch jetzt. Romantische Geschichten? Horror-Geschichten? Science-Fiction-Geschichten? Nein, da habt ihr andere Anlaufanstellen. Wir machen etwas ganz Besonderes. Etwas, das zu diesem Blog passt. Etwas, für das man diesen gewissen Bratapfel-Humor benötigt. Etwas, dass den Geist und den Inhalt dieses Blogs perfekt widerspiegelt.

Und dieses etwas ist: Der Hirnbrecher-Samstag.

Den Namen habe ich mir ganz frei von dem englischen Begriff mindfuck abgeleitet. Es sind Geschichten, die den Leser mit dem Gedanken zurücklassen: "Was zum Teufel habe ich da gerade gelesen?" Meistens ergeben sie nicht besonders viel Sinn, sind voller Überraschungen und machen sehr viel Spaß, zumindest mir als Erfinder. 

Ich wünsche euch viel Spaß mit dem ersten Hirnbrecher-Samstag und hoffe er bereitet euch genau so viel Freude wie mir.



Primatenbelagerung

Überall sitzen Paviane. Es müssen Hunderte sein, wenn nicht gar ein Dutzend. Sie sind gekommen wie eine Laufmasche im Strumpf - plötzlich waren sie da, niemand weiß woher sie kamen und sie werden auch nicht wieder gehen. Wir müssen jetzt mit ihnen leben.
  Die Klischees sind nicht wahr. Ich habe ihnen eine Banane angeboten, aber sie haben meinen Schnurrbart genommen. Der Kleinste von ihnen trägt ihn nun und ist jetzt ihr Anführer.Wir wissen nicht, was sie vorhaben, aber sie scheinen auf irgendetwas zu warten. Ich hätte meinen Schnurrbart gerne zurück, aber ich muss sagen, er steht auch dem Affen außerordentlich gut. Es ist 12:34 Uhr, mein Kuckuck kommt aus seiner Uhr und erklärt mir, dass ich meinen Bart zurückbekomme, wenn ich die Affen vertreiben kann. Er dreht sich dreimal, tanzt den Macarena und bleibt an Ort und Stelle sitzen. Meine Uhr ist kaputt.
  Ich habe noch einen König im Ärmel, die Asse hat mein Hund gefressen. Meine Großmutter trägt immer eine Kassette mit sich herum, an CDs wird sie sich erst nächste Woche gewöhnen. Auf der Kassette ist ein Radiomitschnitt zu hören, in dem Experten über die Geheimwaffe gegen Affen diskutieren. Die einen meinen zurcker-reduzierte Leckmuscheln wären das einzig Wahre, die anderen preisen Nasenhaartrimmer. Ich entscheide mich für Nordic-Walking-Stöcke. Selbst die Affen wissen, dass Nordic Walking mit einem Schnurrbart zu Leber-Insuffizienz führen kann. Missmutig gibt mir der Anführer meinen Schnurrbart zurück und läuft mit seinen Freunden dreimal um Peking herum.
Ich glaube, ich werde mich rasieren.

Ich muss gestehen, auf dem Papier sah es nach mehr aus, ist doch ein wenig kurz geraten. Aber aller Anfang ist eben schwer. Nächstes mal wird es länger, lustiger und einfach besser. Aber schlecht ist es ja trotzdem nicht oder? Es kann natürlich sein, dass es deinen Humor so überhaupt nicht trifft, aber daran kann man wohl nichts ändern. Schreibt mir, was ihr davon haltet und was ihr noch gern so sehen würdet. Für den Klugscheißer-Donnerstag suche ich auch noch einen Ersatz, denn leider macht mir auch der keinen Spaß mehr. Wie seht ihr das?

Ich wünsche euch frohe Weihnachten, wir sehen uns dann wohl nächsten Samstag wieder, wenn der ganze Weihnachtstrubel vorbei ist. Und bis dahin bereite ich euch eine absolute Hammergeschichte vor, versprochen!

Schöne Schlussworte: "Das ist schön bei den Deutschen: Keiner ist so verrückt, dass er nicht einen noch Verrückteren fände, der ihn versteht." - Heinrich Heine
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Mittwoch, 18. Dezember 2013

Modernes Märchen

So, da bin ich wieder. Wir haben uns ja lange nicht mehr gesehen, was?

Dienstag also. Ich hätte mir ja denken können, dass Dienstag nach Montag kommt. Das war in letzter Zeit echt immer so, da ist doch irgendwas im Busch.

Dieses Rätsel werden wir heute wohl nicht aufklären können, dafür aber andere, weltbewegende, unglaublich wichtige Fragen, die sich noch nie jemand gestellt hat. Okay eigentlich ist es immer nur ein und dieselbe Frage, nur mit immer anderen Antworten: Wo besteht der Zusammenhang zwischen x und y? Was wir für die Variablen einsetzen, verrät uns die Zufallsfunktion von Wikipedia. Lange Rede, kurzer Sinn: Herzlich Willkommen zum Verschwörungstheorie-Dienstag.

Verschwörungstheorie Nummer 1:

Naturreservat Petgärdeträsk

Pet (Haustier) Gerda très chique? PET(- Flaschen) gärden Räske? Allein der Name dieses Reservats ist schon ein großes Rätsel. Und da soll noch einmal jemand sagen, wir Deutschen hätten schwierige Wörter. 
Das ist also ein unter Naturschutz stehendes Feuchtgebiet auf der schwedischen Ostinsel Öland. Ja,
sowas gibt es wirklich, ein Feuchtgebiet, das ist nicht nur der Name dieses anrüchigen Buches oder irgendeiner anderen Zweideutigkeit.

So sieht ein Feuchtgebiet aus und nicht anders, nicht dass mir hier wieder jemand auf falsche Gedanken kommt.

Aber wen oder was könnte es denn in dieses Feuchtgebiet verschlagen? Wer hätte es gedacht, es ist:

Das Hirtenbüblein 

Das Büblein ist ein raffiniertes kleines Ding, dass mit weisen Antworten zu dienen weiß. Dank dieser großartigen Gabe hat er es sogar geschafft, sich von einem König adoptieren zu lassen. Also wenn das so einfach ist, dann werde ich auch bald adelig sein. Ich möchte wissen, was der König sich dabei gedacht hat.
Jetzt jedenfalls wollte das Hirtenbüblein (neuerdings Königsbüblein) aber noch mehr. Nein, Prinz sein ist nicht genug, man kann erst stolz auf sich sein, wenn man von einem Sumpfmonster adoptiert wurde. Und auch dieses Sumpfmonster will selbstverständlich nichts anderes, als ein paar Fragen beantwortet bekommen. So läuft eine Adoption ja immer ab.

Die erste Frage lautete: "Sag mir liebes Königsbüblein, wieviele Federn haben wohl alle Vögel in diesem ganzen Reservat zusammen?" Und das Büblein antwortete: "Oh du liebes Dschungelmonster, das ist nicht klar zu beantworten. Denn jede Sekunde wächst dem einem Vogel eine neue Feder und dem anderen fällt eine aus und versinkt im Schlamm. Sobald du fertig bist und alle gezählt hast, ist das Ergebnis schon wieder ein völlig anderes." Das Sumpfmonster war so verblüfft über diese einleuchtende und kluge Antwort, dass es beschloss dem Jungen nur noch eine einzige weitere Frage zu stellen, bevor er es adoptieren würde.
Die zweite Frage lautete: "Wie und wann bin ich ein Sumpfmonster geworden?" Und wieder fand das Ex-Hirtenbüblein die passende Antwort: "Nun, ein Monster bist du erst, seitdem die Menschen dich so bezeichnen. Deine Haut hat sich grün verfärbt, dir sind Stoßzähne gewachsen und auf deiner Stirn hat sich ein drittes Auge geöffnet. Doch du bist immer noch du selbst. Wann du zu einem Monster geworden bist, willst du wissen? Das ist niemals geschehen."
Zu Tränen gerührt akzeptierte das Monster die Antwort, adoptierte das Hirten-Königs-Monster-Büblein und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.



So nur eine Theorie diesmal, vielleicht werdens beim nächsten Mal dann ja 3. Wohl eher nicht. Trotzdem hoffe ich, dass ihr viel Spaß beim Lesen hattet, auch wenns schon fast in die Richtung ging, was euch am Samstag erwartet *hinweis*


Schöne Schlussworte: "Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein." - Friedrich Nietzsche


Mehr Verschwörungstheorie-Dienstag:
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Dienstag, 17. Dezember 2013

Der Mond twittert Unsinn

Montag, Montag... Montag? Moment mal, irgendwie habe ich das Gefühl ich habe etwas vergessen. Ach ja richtig, irgendwie habe ich den Poesie-Donnerstag übersprungen. Zum Glück zeigt ein Blick auf meine Umfrage, dass ihr den wohl sowieso nicht besonders vermisst habt. Während noch um die Krone für das beste Konzept gestritten wird, steht der letzte Platz scheinbar schon fest. Nächste Woche erwartet euch dann etwas Neues. Etwas, dass mir selbst richtig Spaß macht. Denn bei den Gedichten war das so eine Sache, eigentlich hatte ich nicht wirklich Lust darauf. Wahrscheinlich hat man das gemerkt und deswegen hat es euch auch nicht so gut gefallen. 

Wie dem auch sei, ihr könnt gespannt sein auf nächste Woche. Vorläufig gehe ich davon aus, dass ihr die Idee am Samstag begutachten werden könnt, wahrscheinlich werde ich aber noch einmal ein paar Änderungen in der Zeitplanung vornehmen.

Aber eigentlich seid ihr natürlich hier für den RW-Montag, hab ich Recht? Na da kann ich euch beruhigen, der fällt nicht aus. Dazu mag ich ihn selbst viel zu sehr. Diesmal kann ich euch keinen Vorwurf machen, dass keine Kommentare eingetroffen sind, denn ich war diese Woche ja genauso faul. Diese Woche können wir dann alle fleißig sein, ihr schreibt schön Kommentare (mit drei zufälligen Wörtern für nächsten RW-Montag [oder gerne auch etwas völlig anderes)] und ich schreibe meine Beiträge (ab morgen auch zu etwas menschlicheren Zeiten, damit ihr nicht die ganze Nacht aufbleiben müsst).

Sodele, was haben wir denn gerade im Kopf? 

Fell, Gitarre, Sternenhimmel.Wenn sich das Fell noch in ein Lagerfeuer verwandeln würde, dann klänge das nach einem ziemlich gemütlichem, beziehungsweise romantischeb Abend. Zum Glück ist durch die die biologische Beschaffenheit eines Fells kein Ding der Unmöglichkeit. Aber dann hätte man wiederum nichts mehr, um sich wärmen. Ach, es ist doch verhext. Man brauch ganz eindeutig eine Gitarre, einen Sternenhimmel, ein Lagerfeuer UND ein Fell. Aber wo kriegen wir jetzt das Lagerfeuer her? Wo ein schöner Sternenhimmel ist, da ist oft auch Feuerholz zu finden. Und wenn man dann noch ein Feuerzeug dabei hat, fehlt nur noch ein klein wenig Magie und taadaa, wie durch ein Wunder brennt aufeinmal ein Feuer. Was das für ein unheimlicher Zauber ist, kann ich euch auch nicht erklären, aber es funktioniert.

Fell. Ja, wie komme ich jetzt nur plötzlich auf Fell? Fragt doch mal die Katze neben mir. Manchmal bin ich da schon neidisch. Mit Fell hat man es immer schön warm, muss sich nie überlegen, was man anziehen soll und sieht einfach stylish aus. Aber bei Menschen würde das nicht funktionieren. Die heutige Generation besteht ja immer mehr darauf, ihren eigenen Stil durch ihre Kleidung zum Ausdruck bringen zu wollen. Es wäre ja nicht auszudenken, mit dem (Fell) zufrieden zu sein, mit dem man geboren wurde. Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob Fell an Menschen wirklich so gut aussehe würde. Ich finde schon Jacken aus Pelz unglaublich hässlich, mal ganz abgesehen davon, wie die ursprünglichen Besitzer dafür leiden mussten. Da würde ich höchstens so ein Für-einen-Tag Angebot annehmen, um zu sehen, wie das so mit einem Fell ist. Aber dazu müsste ich erstmal eine gute Fee finden, die mir unendlich viele Wünsche erfüllt und das kann noch ein paar Jahre dauern.

Gitarre. Ich wäre gern ein unglaublicher Virtuose an der Klampfe, aber leider funken da zwei Dinge dazwischen: 1. bin ich viel zu faul dafür, tagtäglich stundenlang zu üben und 2. habe ich kein Talent dafür. Zusammen mit dem Klavier gehört die Gitarre für mich zu den schönsten Instrumenten. Selbst wenn ich wie ein autistisches Kleinkind ohne erkennbares Muster oder Rhythmus an meiner Gitarre rumzupfe, klingt das irgendwie gut, einfach weil das Instrument so schön ist. Da kann man mit einer Flöte oder ähnlichen Blasinstrumenten schon deutlich mehr falsch machen. Bis eine Gitarre unangenehm in den Ohren klingt, muss man sich schon einige Mühe geben. Dass es trotzdem möglich ist, kann man zum Beispiel  hier sehen. Und wer es einfach nicht schafft, allein mit der Gitarre so schlimm zu klingen, der kann das Ganze auch mit ein bisschen Gesang noch ein bisschen verschlechtern.

Sternenhimmel. Die Sterne sind eigentlich die Groupies vom Mond. Wenn es also wieder einmal eine sternenlose Nacht gibt, dann wisst ihr, dass der Mond seine Fans vergrault hat, etwa mit einem peinlichen Tweet. Ja, auch der Mond hat Twitter, er muss ja von seinen GLANZmomenten berichten. Badumm-Tss.
Ich persönliche ziehe es vor in die Wolken zu starren, nur geht das abends eben nicht so wirklich gut. Der Sternenhimmel ist dann eben das entsprechende Pendant für die Nacht. Und die Sterne sind ja auch schön und alles... Aber sie verändern sich eben nicht. Sie bleiben an Ort und Stelle, sehen immer gleich aus, und das wahrscheinlich bis an mein Lebensende. Zwar sind mal mehr, mal weniger zu sehen, aber es bleiben doch immer die gleichen. Wolken formen sich, verändern sich, lassen immer neue Muster erkennen. Es ist wohl offensichtlich, dass ich kein Follower vom Mond, sondern von der Sonne bin oder?

So, das war es auch schon wieder mit dem RW-Montag (auch wenn zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon Dienstag ist) für heute, ich hoffe es hat euch gefallen und wir sehen uns dann später am Verschwörungstheorie-Dienstag wieder :)

Schöne Schlussworte: "Das Leben ist bezaubernd, man muss es nur durch die richtige Brille sehen." - Alexandre Dumas


Mehr RW-Montag:
Wie man ein besserer Mensch wird                    Party mit Chicken und Wein
Liebe trotzt jedem Schweißfuß                               Am Montag gibts Eis mit Bacon
Alles glänzt so schön neu                             Wer hat die lustigen Bilder entführt?
Hey das geht, wir feiern die ganze Nacht              Der kleine Mann kann nichts ausrichten 
Ich bin eine beleidigte Leberwurst                         Das Feuer lodert 
Ich wär so gerne Millionär                                     Der seltsame Fall des Herrmann Frauweib        


Dienstag, 10. Dezember 2013

Der Otter vom Riesenberg

Guten Abend allerseits.

Na, wie gehts denn so? Heute schon ein paar Theorien entwickelt, warum die Welt so ist, wie sie ist? Nein? Na dann mal rans Werk!

Mit Hilfe der Zufallsfunktion von Wikipedia suchen wir Zusammenhänge, wo sie keiner vermutet hätte. Und das ganze nennt sich dann: Verschwörungstheorie-Dienstag.

Ohne große Umschweife wollen wir auch gleich loslegen.

Verschwörungstheorie Nummer 1:

Großer Riesenberg

Nein, sowas aber auch! Was fällt denen ein, gegen meine oberste Regel zu verstoßen? Gar nicht, niemals nie und überhaupt kein einziges mal redundant sein. Ist das nicht ein wenig übertrieben; ein großer Riesenberg? Oder gibt es dort etwa auch irgendwo einen kleinen Riesenberg? Oder einen großen Miniberg?

Und wisst ihr was? Dieser große Riesenberg erreicht eine stattliche Höhe von sage und schreibe 89 Metern. Was ist dann erst der Mount Everest? Der megariesige, unglaubliche große, richtig hohe Superberg?
Übrigens habe ich nochmal genauer hingeschaut, es gibt da tatsächlich noch einen kleinen Riesenberg. Der scheint aber so winzig zu sein, dass er nicht mal einen eigenen Wikipedia-Eintrag hat. Riesig ist er natürlich trotzdem - in den Herzen der Magdeburger, in deren Nähe sich der Berg befindet - und das ist alles was zählt.

Wer hat wohl einst den großen Riesenberg bestiegen und somit Geschichte geschrieben? Wir werden es gleich erfahren, es ist:

Der Riesenotter

Na da haben sich ja zwei getroffen. Der Riesenotter auf dem Riesenberg. Und im Gegensatz zum Berg gehört das Tier mit gut 2 Metern Länge wirklich zu den größten seiner Art. Aber wie ist das Säugetier vom seinem heimischen Gebiet im amazonischen Regenwald bis nach Magdeburg gekommen? Auch darauf liefert Wikipedia eine logische Antwort: er ist tagaktiv und gesellig. Das ist wohl Erklärung genug. Wäre ich tagaktiv und gesellig, wäre ich bestimmt auch schonmal bis zum Amazonas gelaufen.

Doch ganz ohne Grund macht sich auch ein tagaktiver und geselliger Riesenotter nicht auf so eine lange Reise. Er muss nach irgendwas gesucht haben, was man nur auf diesem speziellen Riesenberg finden kann. Und das ist:


Die Traumdeutung

Wie wir alle wissen, haben Otter und insbesondere Riesenotter immer ganz wirre Träume. Die träumen von Feuer, das aus Höhlenwänden emporschießt und von Grashüpfern, die Agenten der NSA sind und mit ihren Beinen abhören, wie Regenwürmer husten und die armen Otter haben keine Ahnung, was das zu bedeuten hat. Ich übrigens auch nicht.
Aber der große Riesenberg weiß es. Genauer gesagt, der Bergkobold, der Geist des Berges. Der ist so klein und winzig, wie der Berg groß und riesig ist. Also ganz normal groß. Und der mittelgroße Kobold sitzt nun auf der Spitze des Berges, unsichtbar für alle Lebenwesen, bis auf Otter und Zitronen, und deutet die Träume derer, die zu ihm kommen. Da macht er übrigens keinen Unterschied, ob die Otter aus dem Amazonas oder vom Mond kommen. Er diskriminiert nicht, er ist ein guter Kobold.


Verschwörungstheorie Nummer 2:

Wollknäuel

Das ultimative Spielzeug für Katzen, fast gleichauf mit einem leeren Karton. Die Gesamtlänge der für das Knäuel verwendeten Garne schwankt zwischen 50 und mehreren Hundert Metern und meistens werden die Dinger nach Gewicht verkäuft. Sehr interessant. Ich frage mich, wieviel Meter ich da wohl bekomme wenn ich bei der Metzgerin Schneiderin um die Ecke ein Kilo Gewickeltes bestelle. Aber wer könnte etwas mit diesen Knäueln anfangen können? Selbstverständlich:


Anderson Silva

Brasilianische MMA (Mixed Martial Arts)-Kämpfer kommen heutzutage ja gar nicht mehr ohne Wollknäule aus. Das eröffnet ihnen nämlich ganz neue Trainingsmethoden. Auf- und wieder abrollen des Garns steigert die Fingerfertigkeiten, Weitwurf trainiert die Schultermuskeln und natürlich kann es auch als Schlagpolster verwendet werden, ein echtes Wundermittel. Und Silva kauft sich die Knäule nicht etwa, nein. Wie auch sein Kämpfer-Name "The Spider" vermuten lässt, spinnt er sich die Fäden selber und verarbeitet sie dann. Das ist also das Geheimnis der großen MMA-Kämpfer.


Ich weiß gar nicht, wie ich mein ganzes Leben ohne diese wichtigen Informationen leben konnte. Ich bin heilfroh, dass ich jetzt hinter das Geheimnis der Riesenotter und der Profi-Kämpfer gekommen bin, das wird mein Leben von Grund auf ändern. Und wie siehts bei euch aus?


Schöne Schlussworte: "Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren."- Bertholt Brecht


Mehr Verschwörungstheorie-Dienstag:
Fick für den Frieden 
Gut für den Lebenslauf 
Fickert und die Schweizer 
Die Aliens werden uns besuchen 
Neue Verschwörungstheorien 

 

Montag, 9. Dezember 2013

Party mit Chicken und Wein

Ich weiß, ich bin spät. Wie ich sehe haben einige jetzt schon nachgeschaut, ob es was Neues zu lesen, eben weil Montag ist. Und montags gibts was Neues, das habe ich versprochen und das ist auch so. Daher möchte ich mich bei euch entschuldigen, dass ihr bis zu diesem Zeitpunkt noch nichts vorgefunden habt. Nutzt doch am besten den Newsletter, der unter den einzelnen Posts zu finden ist, dann müsst ihr nicht alle 5 Minuten aktualisieren (da brauche ich übrigens noch Rückmeldung, ob der überhaupt funktioniert).
Warum ich nicht mehr um 10 Uhr morgens schreibe hat einen nur allzu menschlichen Grund: Da schlafe ich jetzt nämlich noch. Ja, richtig gehört, um 10 Uhr morgens bin ich noch im Bett. Ob es am Jetlag oder an mangelnder Disziplin liegt, weiß ich nicht, aber auf jeden Fall ist mein Schlafrhythmus ordentlich durcheinander gewirbelt worden. Stellt euch ab jetzt also besser auf abends ein, wenn ihr wissen wolllt, wann ihr mit neuen Einträgen rechnen könnt :)

Heute ist RW (Random Words) Montag, das heißt wir kommentieren drei von euch mehr oder weniger zufällig ausgewählte Begriffe und schreiben alles, was uns gerade dazu einfällt. Das Problem ist nur, dass noch keine neuen Begriffe eingetroffen sind (in Form eurer Kommentare). Aber ein wirkliches Problem ist das auch nicht, denn wenn ich mich ganz doll anstrenge, fällt mir auch selbst was ein. Ist natürlich nicht ganz so spaßig, wie wenn ihr die Begriffe für mich auswählt, aber das können wir ja noch nächstes Mal hinkriegen.



Soll eigentlich Bier darstellen, aber hey - close enough.
Nougat, Winzer und Adventskalender. Nougat kann man in so manchen Adventskalendern vorfinden. Wer dagegen hofft, einen Winzer hinter seinem Türchen zu entdecken, der sollte schon einen seeehr großen Adventskalender kaufen. Und die Luftlöcher nicht vergessen! Oder einfach einen von diesen Weinbrauern aus Lego oder Playmobil. Ich habe noch keinen gesehen, aber was gibt es 
heutzutage schon nicht als Legofigur? Die Zeiten in denen Kinder (und Erwachsene) noch Fantasie gebraucht haben, um sich vorzustellen, was ihr kleines Männchen von Beruf sein soll, sind längst vorbei.  

Nougat. Das ist meine Lieblingsschokoladensorte. Das ist wohl auch der Grund, warum mir dieses Wort spontan eingefallen ist. Auf Zartbitter-Schokolade, Spinat und Ingwerlimonade wäre ich nach 100 Jahren nicht gekommen. Die mag ich nämlich alle drei überhaupt nicht, aber das ist ein anderes Thema. So, zurück zum Thema. Nougat kann es mit allen  aufnehmen! Normalen Schokoladennikoläusen verpasst er (es? Ist es das oder der oder gar die Nougat?) einen Kinnhaken, Milchschokoladen-Riegel vierteilt er und Überraschungseier verputzt er zum Frühstück. Samt Spielzeug. Kurzum: In der Welt der Schokoladensorten ist Nougat ein total badass. Und da kann er auch in jeder nur erdenklichen Form kommen, ob Füllung oder Ummantelung, mir schmeckt alles. Leider ist mein Allgemeinweissen über Nougat doch äußerst beschränkt, ich weiß weder wie er hergestellt wird noch aus er genau besteht. Aber manchmal ist es auch besser, das nicht zu wissen und einfach zu genießen, wer weiß, vielleicht ist am Ende noch Grashüpferurin die Geheimzutat?

Winzer. Das sind die Typen, die ein eigenes Weingut besitzen, ihre Trauben pflücken und aus ihrer Ernte anschließend Wein herstellen. Meine erste Berufsberatung hatte das als Endergebnis. Kann mir einer von euch erklären, warum? Ich bin alles andere als ein Gourmet. Ich könnte nicht mal am Geschmack unterscheiden, ob ein Wein jetzt 5 oder 3000 Euro kostet. Und das ist eine für einen Winzer doch eher unwünschenswerte Eigenschaft, schließlich will man sein Gesöff ja nicht unter Wert verkaufen.
Wahrscheinlich liegt das daran, dass ich damals angegeben habe, dass ich gerne draußen arbeiten würde und mir Dreck und harte Arbeit nichts ausmachen. Das stimmt auch, aber aus irgendeinem seltsamen Grund klingt Winzer trotzdem nicht nach einem Traumjob für mich. Einen Vorteil hats aber immerhin. Die Ware, die sich aus geringfügigen Gründen nicht mehr verkaufen lässt, eignet sich gut, um seine Kumpels auf eine gemütliche Runde einzuladen. Fußball gucken, Karten spielen, ein Eimer Chicken Wings, aber dazu mal Wein statt Bier. Das hat doch Stil. Um das ganze perfekt zu machen, solltet ihr auf die Einladung schreiben, dass jeder Zylinder und Monokel mitbringen soll. Das hat ja selbstverständlich jeder irgendwo zuhause rumliegen.

Adventskalender. Bei mir hängt einer. Nicht seit 9 Tagen, nicht seit 20 Tagen, sondern seit etwa 375 Tagen. Richtig, es ist noch der vom letzten Jahr. Und ich habe ihn nicht aus Nostalgiegründen wieder aufgehängt - er hängt schon das ganze Jahr lang dort. Und es ist sogar noch was drin. Letztes Jahr hatte ich nämlich einen Zahnarzttermin irgendwann um Weihnachten rum. Und da wollte ich ein besonders gutes Bild abgeben, schließlich war es ein ganz besonderes Ereignis. Denn ich gehe nur etwa alle 18 Jahre zum Zahnarzt. Ich bin übrigens 18.
Irgendwie kam ich auf die Idee, dass nichts Süßes zu essen eine viel bessere Vorbereitung wäre, als sich tatsächlich mal 3 mal am Tag die Zähne zu putzen. War nicht mein schlauster Einfall. Dezember ist ein Monat, den man genießen sollte, fasten (auf was und aus welchen Gründen auch immer) kann man noch das ganze restliche Jahr über. Deswegen habe ich auch jetzt mein Nikolauszeug (ja, auch dafür ist man nie zu alt) fast sofort aufgegessen. Und wenn es dann im Laufe des heutigen Abends ganz all wird, habe ich ja noch meinen Adventskalender. Vom letzten Jahr. Wenn ich also morgen nichts schreibe, wisst ihr warum ;)

Das war mal wieder sehr interessant. Vielleicht schlafe ich noch eine Nacht drüber und werde dann doch Winzer. Was man doch alles noch über sich selbst lernen kann.

Schöne Schlussworte: "Es ist besser, zu genießen und zu bereuen, als zu bereuen, dass man nicht genossen hat." - Giovanni Boccaccio
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Mehr RW-Montag:
Wie man ein besserer Mensch wird                      Der seltsame Fall des Herrmann Frauweib
Liebe trotzt jedem Schweißfuß                              Am Montag gibts Eis mit Bacon
Alles glänzt so schön neu                             Wer hat die lustigen Bilder entführt?

Hey das geht, wir feiern die ganze Nacht              Der kleine Mann kann nichts ausrichten 
Ich bin eine beleidigte Leberwurst                         Das Feuer lodert 
Ich wär so gerne Millionär                                      Und ich bin wieder allein, allein...                                                              

 


Donnerstag, 5. Dezember 2013

Durchgekaut und ausgespuckt

Hallo meine lieben Bratäpfel.

Na ratet mal, wer zurück ist! Kleiner Tipp: Der Nikolaus ist es nicht, der kommt erst morgen.
Richtich! Ich bins. Afrika hat mich abgeschmeckt, durchgekaut und in hohem Bogen wieder ausgespuckt. Und zwar so weit, dass ich hier wieder gelandet bin. In Deutschland. Dem Land der Autos, des Biers und der guten Bratwürste. Ach ja und mit Dichtern und Denker war da auch noch irgendwas. 

Wisst ihr, was ich beim Aufprall gefunden habe? Umlaute! Die werde ich euch jetzt aber erstmal gehörig um die Ohren hauen, nachdem ich so lang auf sie verzichten musste.

Böse Klöße säubern Kanäle drüben im berühmten maßgeschneiderten Höschen.

...Ich glaub ich will gar nicht wissen, was sich da für Kanäle im Höschen gesammelt haben und warum es so berühmt ist.

Der Klugscheißer-Donnerstag ist noch im Rennen. Genauer gesagt teilt er sich sogar den ersten Platz zusammen mit dem RW-Montag und dem Verschwörungstheorie-Dienstag. Allerdings sind drei Stimmen auch noch nicht wirklich aussagekräftig, also schön weiter abstimmen in der Umfrage rechts von euch.

Freut mich, dass ihr Lust habt etwas zu lernen. Dann setzt euch doch erst mal hin, schnappt euch euer Essen und checkt nebenbei noch eure Mails. Kein Problem, ist ein ganz chilliger Unterricht hier.

Ich kann doch eure latente (vorhandene, aber noch nicht gezeigte) Begeisterung fühlen, dass endlich wieder ein Klugscheiß-Donnerstag stattfindet. Keine Sorge, ab jetzt wird alles stringent (streng nach Plan) eingehalten. Zumindest wenn nichts Prioritäres (Vorrangiges) interveniert (dazwischenkommt). Aber es ist inopportun (unpassend, nicht angebracht) bereits über den nächsten Klugscheiß-Donnerstag zu sprechen, wo wir doch noch mitten beim gegenwärtigen sind. 
De facto (tatsächlich, in Wirklichkeit) ist es irrelevant (unerheblich) über was wir parlieren (reden, plaudern), denn schlaue Wörter kann man immer und überall einstreuen. Warum also nicht einfach aktuelle Themen wie der Sturm 'Xaver' oder der Nikolaus-Tag? 
Findet ihr die vielen Warnungen vor dem Sturm adäquat (angemessen) oder maßlos übertrieben? Sucht ihr lieber die Sekurität (Sicherheit) eures Hauses auf oder breitet ihr euren Schirm aus und hofft in endlose Fernen zu entschweben?
Am Nikolaustag wird usuell (gebräuchlich, traditionell) das Schuhwerk gereinigt. Die Intention (Absicht) dahinter ist, dass man in die alten Dinger kleine Präsente hineinstecken kann, ohne dass diese dabei verunreinigt werden. Ziemlich maliziös (boshaft), dass den armen Kindern oktroyiert (aufgezwungen) wird, einmal im Jahr ihre Schuhe sauber zu machen, nicht wahr? Aber was tut ein Kind nicht alles für ein paar Süssigkeiten.   
Ich sollte nicht so tendenziös (vorurteilsvoll) sein, sicher putzen auch viele Kinder ihre Schuhe mehr als einmal im Jahr, für die ist das dann ein kleiner Bonus. Für mich war das aber zu strapaziös (anstrengend), die Benutzung des Fußabtreters bei Eintritt ins Haus ist doch auch ausreichend. Aber denkt daran: Sporadisches (gelegentliches), unerwartetes Putzen bewirkt, dass eure Eltern euch beim Gespräch mit anderen Erwachsenen heroisieren (zum Helden machen) werden. Nur leider kommt dieser Ratschlag etwas zu spät, haben die meisten von euch doch die Adoleszenz (Reifung zum Erwachsenen) längst hinter sich.

Das wird aber auch von Mal zu Mal schwieriger, wenn man immer neue Wörter finden will. Ich bin gespannt, wie lange ich das noch schaffe. Wenn mir nix mehr einfällt kann ich ja immer noch die alten nochmal recyceln, bestimmt habt ihr schon ein paar Wörter wieder vergessen (geht zumindest mir so).

Wer noch immer wissenshungrig ist, auf http://neueswort.de/ findet ihr noch mehr Fremdwörter mit ansprechender Erklärung.


Schöne Schlussworte: "Vergessen ist Gefahr und Gnade zugleich." - Theodor Heuss


Mehr Klugscheisser-Donnerstag:
Der groesste Schatz des Menschen... 
Es wird wieder schlau daher geredet 
Ich weiß was, was du nicht weißt und das ist...